Tageselternbörse der Familienbildungsstätte Sternschnuppe sucht weitere Betreuer

Liebevolle Atmosphäre

Unterstützung für Familien: Mütter und Kinder - wie hier Nina Steffen mit Julian, Tanja Bock mit Ida, Nadine Birkelbach mit Luke, Fabiola Aramburu mit Laeticia, Romy Kahle mit Elif, Tanja Braune mit Joana sowie Rabea von Blanckenburg mit Leonore und Kiran im Spielkreis (von links) - profitieren von den Angeboten der Sternschnuppe in Vellmar, zu denen auch die Tageselternbörse gehört. Foto: Rogge-Richter

Vellmar. Das Kostbarste, was man hat, in fremde Hände zu geben, fällt Müttern und Vätern oft nicht leicht. Um vor allem berufstätige Eltern bei der Suche nach qualifizierten Betreuungspersonen für ihre Kinder zu unterstützen, wurde 2003 in Kooperation mit dem Jugendamt des Landkreises Kassel die Tageselternbörse der Familienbildungsstätte Sternschnuppe in Vellmar ins Leben gerufen.

26 Tagesmütter und ein Tagesvater für die Bereiche Vellmar, Ahnatal, Espenau sowie Fuldatal befinden sich derzeit in der Kartei der Tageselternbörse, die diese berät und vermittelt. Und zwar so erfolgreich, dass Roselind Winkler, Organisatorin der Börse, jetzt einen Aufruf startet.

„Professionelle Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren sind rar. Deshalb suchen wir dringend Frauen und Männer, die als Tagesmütter beziehungsweise -väter arbeiten wollen. Vor allem in Fuldatal fehlen uns Kindertagespflegepersonen“, sagt die Diplom-Sozialpädagogin. Über die Tageselternbörse erfolge der erste Kontakt mit den Frauen und Männern, die sich dafür interessieren, Tagespflegekinder zu betreuen. „Wir sind nah dran. Die Fachstelle des Jugendamtes entscheidet dann in letzter Konsequenz, ob sich die Bewerber für diese Tätigkeit eignen“, erläutert Roselind Winkler.

Pädagogische Themen

Die Voraussetzungen: Wer sich als Tagesmutter bewirbt, muss Freude am Umgang mit Kindern haben. Zudem sollten die Interessierten Kindern eine liebevolle, familiäre Atmosphäre bieten können. Dazu gehört auch, sich als Tagesmutter für pädagogische Themen zu interessieren und darin weiterzubilden

Wichtig sei auch, dass die Tagesmütter den Eltern und Kindern ein zuverlässiges Betreuungsangebot bieten können - und das dauerhaft: „Eltern und Kinder müssen sich auf die Betreuungspersonen verlassen können.“ Was die Betreuungszeiten betreffe, sollten die angehenden Tagesmütter flexibel sein: „Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, benötigen zum Beispiel eine Kinderbetreuung ab 6 Uhr morgens. Auch nachts oder am Wochenende besteht in manchen Fällen Bedarf.“

Geschlecht, Alter, Beruf, Familienstand und Konfession spielten laut Roselind Winkler bei der Eignung zur Tagespflegeperson so gut wie keine Rolle. Volljährigkeit und zumindest ein Hauptschulabschluss seien jedoch Pflicht. Wer die Grundvoraussetzungen erfülle, müsse sich noch in Seminaren qualifizieren, um die Pflegeerlaubnis zu erhalten und als Tagesmutter arbeiten zu dürfen. Der Stundenlohn sei dabei Verhandlungssache mit den Eltern, erläutert Winkler. „Es gibt jedoch einen festen Zuschuss von 2,70 Euro, den die Eltern des Kindes beim Jugendamt beantragen können.“

Von Sarah Rogge-Richter

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