20 Mitarbeiter betroffen

Air Liquide schließt Kunden-Service-Center in Kaufungen

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Tage sind gezählt: Das Kunden-Service-Center des Gasherstellers Air Liquide in Kaufungen-Papierfabrik wird geschlossen.

Kaufungen. Schlechte Nachricht für die Mitarbeiter des Gasherstellers Air Liquide: Die Deutschland-Tochter des weltweit aktiven französischen Konzerns schließt ihr Kunden-Service-Center in Kaufungen-Papierfabrik. Das bestätigte Unternehmenssprecherin Andrea Feige auf HNA-Anfrage.

Das ebenfalls nahe der Autobahn 7 gelegene Air-Liquide-Werk, in dem Gase produziert und abgefüllt werden, bleibt dagegen erhalten. Dem Vernehmen nach sollen 20 Mitarbeiter von der Schließung des Kunden-Service-Centers betroffen sein. Unternehmenssprecherin Feige teilte lediglich mit, dass am Standort Kaufungen-Papierfabrik insgesamt 45 Beschäftigte für Air Liquide arbeiten.

Der Internetauftritt der Firma listet allein zehn Mitarbeiter auf, die telefonisch Anfragen und Bestellungen entgegennehmen und abwickeln. Die von der Schließung betroffenen Mitarbeiter seien Ende vergangener Woche über die Pläne des Unternehmens informiert worden. Für sie soll die Nachricht von der Schließung überraschend gekommen sein.

Was aus den Beschäftigten wird, ist offen. „Wir stehen am Beginn der Verhandlungen mit dem Betriebsrat“, so die Sprecherin. Das Unternehmen strebe eine „sozialverträgliche Lösung“ an. Von der Schließung betroffen sind auch zwei Auszubildende. Die angehenden Industriekaufleute können laut Feige ihre Lehre an einem anderen Firmenstandort beenden.

Andrea Feige

Die Schließung des Kunden-Service-Centers ist Teil einer groß angelegten Umstrukturierung des Unternehmens. „Wir organisieren das Deutschlandgeschäft neu“, so die Sprecherin. Bundesweit sollen laut Feige 131 Stellen wegfallen. Gegenwärtig beschäftigt die Air Liquide Deutschland GmbH gut 1500 Mitarbeiter.

Die Zahl der Kunden-Service-Center soll von zwölf auf fünf reduziert werden. Als Grund für den Personalabbau nannte die Sprecherin den zunehmenden wirtschaftlichen Druck in der Branche. So gebe es mehr als früher Konkurrenz durch regionale Anbieter. Vor diesem Hintergrund könne man sich zwölf Kunden-Service-Center nicht mehr leisten.

Von Peter Ketteritzsch

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