Lkw-Stau am OTC: VW setzt jetzt mehr Personal zur Abfertigung ein

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Mächtig Andrang: Am Logistikzentrum Cross-Dock von VW kommen täglich 160 Lastwagen an. Da wird es häufig eng. Der Parkplatz vor der Entladestation für das VW-Werk kann die Brummis kaum aufnehmen.

Baunatal. Das VW-Werk in Baunatal hat auf die sich immer weiter zuspitzende Situation mit wild abgestellten Lkw vor allem im Bereich des Original-Teile-Centers (OTC) reagiert. Zum einen werde an der Entladestation Cross-Dock oberhalb von Rengershausen jetzt mehr Personal eingesetzt, sagt VW-Sprecher Rudi Stassek.

Zum anderen stelle man im Innenraum zwei zusätzliche Abladestationen zur Verfügung. „Das zeigt schon Wirkung“, sagt der Sprecher.

Immer wieder hatte es in der Vergangenheit Klagen von Bürgern über an den Straßen abgestellte Lastwagen gegeben. Vor allem rund um das OTC, an der Wolfsburger Straße und der Salzgitter Straße, kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen. Die Fahrer, die bei VW nicht sofort abgefertigt werden, rangieren ihre tonnenschweren Brummis oftmals auf Gehwege oder Stellen diese einfach auf den Straßen ab. Auch im Gewerbegebiet Buchenloh werden immer wieder campierende Lastwagenlenker beobachtet.

Lexikonwissen:

Das VW-Werk im Regiowiki

Etwa 700 Lkw beliefern täglich das VW-Werk Kassel in Baunatal. Etwa 160 steuern das Cross-Dock an. Vor einem Monat hatte es eine gemeinsame Aktion von Stadt, Polizei und Volkswagen gegeben, bei der Lkw-Fahrer über die Problematik aufgeklärt wurden. „Wir haben die Speditionen noch mal angeschrieben. Sie sollen für Wartezeiten den Lohfeldener Rüssel nutzen“, erläutert Stassek.

Auch die Stadt Baunatal will sich an der Entschärfung der Situation beteiligen. Ende des Monats schaue man gemeinsam mit Vertretern von VW, wie die Bürgersteige so gesichert werden können, dass keine Lastwagen dort mehr abgestellt werden können, erläutert Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). Denkbar sei, dass in gewissen Abständen Bäume gepflanzt oder Poller installiert werden. Volkswagen habe bereits signalisiert, dass man sich an den Kosten beteiligen werde.

Schaub schließt allerdings aus, dass die Stadt für einen zusätzlichen Parkplatz am Cross-Dock sorgen wird. Und auch VW greift diese Variante nicht auf. Das Ganze funktioniere auch so, sagt Stassek, „wenn die Fahrer Disziplin halten“. Damit meint er, dass die Speditionen mit ihren Fahrzeugen genau in dem Zeitfenster bei VW ankommen, das auch für sie vorgesehen ist.

Von Sven Kühling

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