GVZ: Bau der Gazeley-Halle am Autobahnkreuz im Zeitplan - Rudolph-Gruppe schafft 100 Arbeitsplätze

Lkw-Terminal geht im Mai an Start

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Halle mit Weitblick: Vom Dach des neuen Lkw-Umschlagplatzes sieht man die riesige Gewerbefläche, die zwischen Rasthof Kassel (links hinten) und der neuen Halle noch frei ist.

Fuldabrück / Kassel. Pünktlich Anfang Mai sollen täglich 200 schwere Laster mit Autoteilen ein- und ausfahren: Der Bau der neuen, zweieinhalb Fußballfelder großen blauen Gazeley-Halle im sogenannten Magna-Park des Güterverkehrszentrums (GVZ) am Autobahnkreuz von A7 und A44 geht auf die Zielgerade.

Die Rudolph-Logistikgruppe aus Baunatal wird dort einziehen und in der Halle Autoteile umschlagen.

Die Rudolph-Gruppe, die nach eigenen Angaben vergangenes Jahr einen Umsatz von 268 Millionen Euro erwirtschaftete, setze mit dem Projekt eine „strategische Erweiterung“ ihres Geschäftsfeldes um, sagte Geschäftsführer Torsten Rudolph gegenüber der HNA. Ein Teil des Standorts Baunatal werde in den neuen Lkw-Terminal umziehen. In Baunatal entstehe dadurch Platz für Neues. Insgesamt würden 100 Arbeitsplätze neu geschaffen.

Während eines Baustellenfestes am Wochenende erklärte Ingo Steves, Geschäftsführer von Gazeley Deutschland, man führe schon Gespräche mit Interessenten über die Erschließung der restlichen Gewerbefläche am Autobahndreieck. Dort könnte Gazeley dann eine weitere Halle bauen.

Den Lkw-Terminal habe man mit dem Geld US-amerikanischer Investoren durch die Baufirma Goldbeck errichten lassen, sagte Steves. Europaweit sei das GVZ der erfolgreichste Standort des Unternehmens. Das liege auch an der guten Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Raum Kassel (ZRK) und den Kommunen, erklärte Steves. In den vergangenen zwölf Jahren habe Gazeley 200.000 Quadratmeter (28 Fußballfelder) Hallenfläche im GVZ gebaut.

Die Zusammenarbeit mit Gazely sei eine „Erfolgsgeschichte“ , sagte Verbandsdirektor Andreas Güttler. Dabei hätten beim jüngsten Projekt der Zeitdruck, die Schwierigkeit des Geländes und eine im Wege stehende Stromleitung von Eon-Netz hohe Hürden bereitgehalten. Ein großer Hochspannungsmast soll in Kürze noch abgebaut und umgesetzt werden.

Nordhessen habe dank der Landesregierung und des Regionalmanagements als Logistik-Standort einen „rasanten Aufschwung“ genommen, sagte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke (CDU). Mehr als jeder fünfte Beschäftigte sei in der Mobilitätswirtschaft tätig. Seit 2002 seien in der Branche etwa 8000 Arbeitsplätze geschaffen worden.

Von Peter Dilling

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