Löschen, helfen, retten: Feuerwehr Dennhausen/ Dittershausen feiert 40 Jugendarbeit 

Früher und heute: Gerrit Griesel (von links), Stefanie Kirchner, Jan Söhnchen und Jannik Grebe zeigen Feuerwehrgeräte von einst und heute. Stefanie und Jan tragen außerdem eine Feuerwehruniform, wie sie vor 40 Jahren üblich war. Foto: Büntig

Fuldabrück. Inzwischen gibt es in den meisten Orten mit freiwilligen Feuerwehren eine Jugendabteilung. Vor 40 Jahren war das noch anders und die Denn- und Dittershäuser gehörten zu den ersten in der Region, die sich der Jugendarbeit in der Feuerwehr widmeten.

Zum 40-jährigen Bestehen der Jugendwehr lädt die Wehr für Sonntag, 21. August, ein. Ab 11 Uhr finden am Sportplatz Dennhausen Spiele ohne Grenzen statt. Auch für Essen und Trinken ist gesorgt. Der Erlös der Veranstaltung kommt Dennis Mager zu Gute. Der Jugendliche ist seit einem Badeunfall im vergangenen Jahr vollständig gelähmt, davor war er aktives Mitglied der Jugendfeuerwehr.

Beginn mit 25 Jugendlichen

Vor 40 Jahren bestand die Jugendfeuerwehr zunächst auf Probe, berichtet Jens Semmelroth. Er ist selbst seit 30 Jahren Mitglied und war Jugendwart bis 2002. Der damalige Jugendwart Walter Weide begann einst mit 25 bis 30 Jugendlichen, damals noch im Alter ab zwölf Jahren – heute werden Kinder ab zehn Jahren aufgenommen. Alle hatten Spaß daran und so wurde 1971 die Jugendfeuerwehr des Ortsteils offiziell gegründet.

Vorrangige Aufgabe der Abteilung ist bis heute die Vorbereitung auf die Einsatzabteilung, der Interessierte mit 17 Jahren beitreten können. So werden Löschangriffe, allgemeine Brandbekämpfung, technische Hilfeleistungen und all das trainiert, was auch die Einsatzabteilung übt und im Ernstfall benötigt.

„Damals gab es blaue Overalls und Helme – das war’s“, erinnert sich Semmelroth. Das hat sich deutlich geändert. Die Jugendlichen werden mit Uniformen ausgestattet, die den heutigen Anforderungen entsprechen. Mit der Ausrüstung und den Materialien der Einsatzabteilung wird ebenfalls geübt, schließlich soll es eine realitätsnahe Vorbereitung für spätere Einsätze sein.

Erfolg bei Wettkämpfen

Der Erfolg der Wehren zeigt sich auch bei Wettkämpfen, an denen regelmäßig teilgenommen wird. Dort sind Geschicklichkeit beziehungsweise Geschwindigkeit gefragt und ein Blick zum Pokalschrank zeigt, wie erfolgreich die Denn-/Dittershäuser sind. „Früher mussten wir ein paar Schläuche ausrollen, heute wird deutlich mehr verlangt“, erklärt Semmelroth.

Tobias Grebe und Fabian Fischer sind die derzeitigen Jugendwarte. Ihre Arbeit im Vergleich zu früher unterscheidet sich vor allem durch das veränderte Freizeitverhalten der Jugendlichen.

„Früher haben alle auf der Straße gespielt und sind dann auch gemeinsam zur Feuerwehr gegangen, heute muss man sie erst einmal von Computer und Playstation weglocken“, berichtet Tobias Grebe. Viele, die sich für die Jugendfeuerwehr entscheiden, bleiben erfreulicherweise auch dabei und wechseln gut ausgebildet in die Einsatzabteilung.

Neben dem Training stehen auch regelmäßig Freizeiten auf dem Programm, um Gemeinschaft und Teamgeist zu fördern.

Interessenten ab zehn Jahre können freitags um 18 Uhr am Feuerwehrgerätehaus Parkstrasse vorbeischauen.

Von Sabine Büntig

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