Verhandlungen der Baunataler Diakonie Kassel sind endgültig gescheitert – 13 Mitarbeiter bekamen neue Arbeitsplätze

Bei Löwensprudel geht es nicht weiter

Endgültiges Aus: Der Zwestener Löwensprudel, der zur Baunataler Diakonie Kassel gehörte, hat keine Zukunft. Die Mitarbeiter erhielten laut Baunataler Diakonie Kassel andere Jobs. Fotomontage: HNA

Baunatal / Bad Zwesten. Jetzt ist es amtlich: Die Bänder beim Bad Zwestener Löwensprudel werden nicht mehr angefahren. „Die Baunataler Diakonie Kassel beendet die Verhandlungen über die Bad Zwestener Quellen“, mit diesem Satz gibt die Baunataler Einrichtung das Aus für die Getränkeabfüllung bekannt. Die Gespräche mit einem möglichen Investor seien nicht erfolgreich gewesen.

Schon seit Ende Januar sprudelten die Quellen nicht mehr. Die Baunataler Diakonie Kassel (BDK) hatte sich aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Betrieb zurückgezogen. Doch hatten sich die BDK und Bad Zwestens Bürgermeister Michael Köhler optimistisch gezeigt, einen Investor zu finden. Zwischenzeitlich war sogar von mehreren Interessenten die Rede gewesen.

Nur ein Interessent

„Wir haben uns bemüht, eine tragfähige Lösung für den Fortbestand der Quellen zu finden“, sagt BDK-Pressesprecher Thomas Helmstetter. „Seit Februar liefen Verhandlungen mit einem potentiellen Investor. Ein überzeugendes, nachhaltiges Konzept konnte bis heute nicht entwickelt werden. Wir waren für Lösungen offen, doch den Worten sind in all den Monaten keine Taten gefolgt“, fügt er hinzu. Es habe nur diesen einen Interessenten gegeben.

Helmstetter: „Es ist ein kleiner, hart umkämpfter Markt, ein schwieriges Geschäftsfeld. Hätte es eine Marktchance für Löwensprudel gegeben, hätten auch weitere Interessenten angeklopft.“

Die 13 verbliebenen Mitarbeiter haben nach Angaben des Unternehmens andere Stellen in der BDK gefunden. Insgesamt waren 27 Leute bei dem Unternehmen beschäftig. Alle seien weiterhin bei der BDK.

Überrascht zeigte sich Bad Zwestens Bürgermeister Michael Köhler vom Aus für die Quellen. „Das ist furchtbar“, sagte Köhler, der über die HNA davon erfuhr. Köhler: „Ich bin schockiert.“ Hintergrund STICHWORT

Von Maja Yüce

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