Lohfelden: Farbe für triste Richter-Hallen

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So soll es werden: Neue Fassade, mehr Platz für Autos, eine Bushaltestelle – so könnte es an den Richter-Hallen und am Haupteingang zum ZEED-Messegelände künftig aussehen. Foto/Montage: Kniprath / nh

Lohfelden. Werden die Richter-Hallen wie geplant umgebaut oder nicht? Auf diese Frage gibt die Kirchner Solar Group (Alheim) noch keine Antwort.

Der Investor des in dieser Form einzigartigen geplanten „Zentrums für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Elektromobilität (ZEED)“ in Lohfelden, das eigentlich schon in Betrieb sein sollte, hüllt sich weiter in Schweigen.

Neuigkeiten gibt es jedoch für das unmittelbare Umfeld des geplanten Messegeländes: Die Gemeinde Lohfelden hat jetzt Pläne für eine grundlegende Erneuerung der Langen Straße entlang der ehemaligen Industriehallen vorgestellt.

Im Mai soll die Gemeindevertretung über das auf eine Million Euro geschätzte Straßenbauprojekt entscheiden. Bürgermeister Michael Reuter (SPD) bestätigte, dass außerdem seitens der Kirchner-Gruppe über eine hierzu passende Fassadengestaltung nachgedacht werde.

Eine erste Gestaltungsversion für die Verkleidung der von vielen Bürgern als trostlos kritisierten Gebäudeansicht liegt jetzt vor. Mit Details zu dieser auf den ersten Blick erfrischenden Veränderung und Neuem über den Zeitpunkt der Umsetzung des ZEED-Projekts wollte sich das Alheimer Solarunternehmen Kirchner jedoch nicht äußern.

Der Ist-Zustand: Zurzeit lässt der Anblick der Richter-Hallen an der Langen Straße viele Wünsche offen. Foto: Wohlgehagen

Nach nicht bestätigten Informationen unserer Zeitung ist der Initiator der visionären Planung für das Ausstellungsgelände und ZEED-Geschäftsführer Claus Beller nicht mehr für die Kirchner-Gruppe tätig.

Die Gemeinde hatte den Ausbau der Langen Straße bisher wegen der Verzögerung des Großprojektes zurückgestellt. Nunmehr habe sich eine zeitlich einschätzbare Weiterentwicklung des Gebäudes und der Fassade ergeben, erklärte Bürgermeister Reuter. Als Vorbereitung auf das ZEED-Projekt? „Nein, wir sanieren die Lange Straße nicht für die Kirchner-Gruppe“, betonte der Verwaltungschef. Die Straße sei in einem sehr schlechten baulichen Zustand, auch Kanäle müssten erneuert werden. Die Pläne für die Umgestaltung der Straße seien auch mit der Wohnstadt und dem Landkreis Kassel als Träger der Regenbogenschule abgestimmt worden, sagte der Bürgermeister.

Die Lange Straße soll von der Crumbacher Straße bis zur Hallenzufahrt an der Skater-Anlage auf sieben Meter Breite ausgebaut werden. Die Pkw-Stellplätze für die Wohnungsmieter der Wohnstadt erhalten mehr Tiefe, sodass die Fahrzeuge künftig nicht mehr in den Straßenraum hineinragen.

Auf der anderen Straßenseite - neben der Halle - entstehen elf neue öffentliche Stellplätze, Grünstreifen und ein Fuß-/Radweg.

Michael Reuter erinnerte in diesem Zusammenhang an den schmalen Gehweg entlang der abgerissenen Halle: Jetzt bestehe die Chance für eine sinnvolle Neugestaltung, sagte der Bürgermeister.

Ob Kirchner, die Wohnstadt und der Landkreis Kassel zu anteiligen Straßenbau-Beiträgen herangezogen werden, ließen die Gemeindeverwaltung und die SPD-Fraktion, die sich vor Ort informiert hatte, in ihren Stellungnahmen offen.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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