Unternehmen bundesweit an renommierten Bauprojekten beteiligt

Lohfelden: Ingenieurbüro EHS  auf Wachstumskurs

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Neuer Konsumtempel im Frankfurter Hafenviertel: Das Ingenieurbüro EHS in Lohfelden ist maßgeblich am Bau der Skyline-Plaza in Frankfurt beteiligt.

Lohfelden. Im September soll der neue Konsumtempel Skyline-Plaza im Frankfurter Hafenviertel seine Tore öffnen. Daran ist auch die Firma EHS aus Lohfelden beteiligt. Sie hat sich in der Baubranche mittlerweile bundesweit einen Namen gemacht.

Mit ständigen Verschiebungen der Einweihungstermine, wie das beim Berliner Flughafen passierte, habe dieses Projekt keine Probleme, sagt Dr. Ing. Hans-Heinrich Osteroth, Geschäftsführer des Ingenieurbüros EHS in Lohfelden.

Dass der Rohbau in Frankfurt noch vor dem gesetzten Termin fertig geworden ist, ist auch den Lohfeldener Ingenieuren zu verdanken: Sie haben die Statik des riesigen Gebäudes berechnet, die Schalung und Bewehrung der Baustelle geplant und die Stahlbaukonstruktion der Fassade entworfen. Mit der Idee des Projektleiters Heiko Rausch, die ursprünglich vorgesehenen Stahlträger durch Spannbetonträger zu ersetzen, habe man dem Projektträger sogar noch Kosten in Millionenhöhe gespart, sagt Mitgeschäftsführer Dr. Ing. Björn Schmidt-Hurtienne.

EHS hat sich als Spezialist für anspruchsvolle Aufgaben bei der Tragwerksplanung, im Brücken- und Hochbau, bei der Bauüberwachung und Sanierungsplanung bundesweit einen Namen gemacht und ist voll auf Wachstumskurs.

100 Beschäftigte

Das Unternehmen war 1964 mit fünf Mitarbeitern gestartet; sie beschäftigten sich anfangs fast ausschließlich mit Tragwerksplanungen. Heute sind es in der Lohfeldener Zentrale und den sechs Niederlassungen zusammen 100 Beschäftigte, darunter vier Auszubildende. „Beim Umsatz wollen wir die 8-Millionen-Euro-Grenze knacken“, so beschreibt Osteroth das nächste Unternehmensziel.

Erfolgreiches Team: Dr. Björn Schmidt-Hourtienne, Guido Göttlicher, Michael Zöltzer, Dr. Katja Abel und Dr. Hans-Heinrich Osteroth (von links) mit einem Bild des SMA-Servicezentrums am Sandershäuser Berg, an dem das Büro EHS mitgearbeitet hat.

Das Firmengebäude im alten Rathaus von Lohfelden ist längst zu eng geworden. Deshalb hat EHS vor ein paar Jahren die benachbarte alte Feuerwache von der Gemeinde erworben und modern umgebaut.

Wirtschaftliches Arbeiten, Termin- und Kostentreue sowie ein mit den Jahren ständig gewachsenes Spezialwissen hätten zum Aufstieg des Unternehmens beigetragen, sagt Guido Göttlicher von der Geschäftsleitung. „Eine gute Vorbereitung ist wichtig“, fügt er hinzu. Für das 360 Millionen Euro teure Einkaufszentrum in Frankfurt erstellte ein EHS-Team von 15 Mitarbeitern etwa 2500 Pläne für Konstruktion, Statik, Bewehrung und Schalung des Komplexes.

Wichtig sei auch die enge Zusammenarbeit mit den übrigen Akteuren auf der Baustelle, sagt Göttlicher. „Der Wunsch des Kunden ist, möglichst aus einer Hand bedient zu werden.“

Bei der Planung überlasse man nichts dem Zufall, sagt Osteroth. Mithilfe von Computersimulationen überprüfe man schon in der Planungsphase, ob ein neues Bauprojekt auch wirklich funktioniert.

Von Peter Dilling

HINTERGRUND: Henninger Turm und Hochmoselbrücke

EHS-Ingenieure waren und sind bundesweit an vielen großen Bauprojekten beteiligt. Sie berechnen beispielsweise die Statik für den Abriss des Henninger Turms in Frankfurt und des 140 Meter hohen Neubaus an gleicher Stelle. Im geplanten City-Eisenbahntunnel unter der Stadt Leipzig sollen sie den Schwingungsschutz für die benachbarten Wohn- und Geschäftshäuser sicherstellen. Beim Bauprojekt des „Hamburger Deckels“, eines Autobahntunnels im Zuge der A7 bei Hamburg, werden sie die Bauleitplanung übernehmen. Bei der im Bau befindlichen Hochmoselbrücke, einer der größten Talbrücken Europas, sorgen sie mit ihren statischen Berechnungen dafür, dass das Bauwerk robust auf die heftigen Winde in 140 Metern reagiert. Auch in der Region waren die Lohfeldener an vielen Projekten beteiligt. Dazu zählen der Bau des City-Point in Kassel, das neue SMA-Servicezentrum am Sandershäuser Berg und die Sanierung von Schulen im Landkreis. Außerdem sind die Ingenieure an vielen Straßenbauprojekten mit dabei. (pdi)

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