Neue Brücke für Tank- und Rastanlage Kassel

A7-Sperrung wegen neuer Brücke: 70-Tonnen-Betonteile am Haken

Geschafft: Der erste Fertigteil-Träger ist eingehängt worden, jetzt schwebt das zweite 70 Tonnen schwere Brückenbauteil heran. Die Brücke über die A 7 dient künftig als Zufahrt auf die vergrößerte Tank- und Rastanlage Kassel. Fotos: Wohlgehagen

Lohfelden. Der erste Teil des nächtlichen Brückenschlags über die A7 bei Lohfelden ist gelungen: In der Nacht zum Sonntag hob ein riesiger Mobilkran fünf je 70 Tonnen schwere Spannbeton-Fertigteilträger in die neue Überführung zur Tank- und Rastanlage Kassel-Ost ein.

Das passgenaue Einfügen der Betonteile samt Abbau des 700-Tonnen-Krans dauerte drei Stunden länger als vorgesehen. Deshalb konnte der Verkehr auf der A7 in Fahrtrichtung Nord erst am Sonntag ab 9 Uhr wieder rollen.

Auch nächsten Samstag dicht

Auch am kommenden Wochenende, 19./20. September, müssen sich die Autofahrer zwischen Kassel-Süd und Kassel-Mitte auf eine Vollsperrung einrichten. Dann werden die Träger auf der westlich gelegenen Seite der Autobahn in das neue Brückenbauwerk eingehoben. Die A7 wird aus diesem Grund in Fahrtrichtung Süd von Samstag, 22 Uhr, bis Sonntag, sechs Uhr, wieder dicht sein. Die Umleitung erfolgt dann über das Kreuz Kassel Mitte, die A 49 bis zum Kreuz Kassel-West und von dort über die A 44 zum Dreieck Kassel-Süd.

Die Baustelle unterhalb des Rasthofs war während der zwölfstündigen Nachtschicht von 25 beteiligten Bau-Mitarbeiter und Fahrer hell beleuchtet. Die schweren Spannbetonträger standen auf Spezialtransportern mit fünfachsigen Nachläufern für die Hubvorgänge bereit. Als der erste Träger in den vier Ankerschlaufen hing, wurden die Transportsicherungen gelöst. Dann schwebte das schwere Betonteil langsam und lautlos auf seine Position zwischen dem Widerlager auf der Rasthofseite und dem Mittelpfeiler.

„Das erste Teil gibt die Richtung vor“, dafür brauche man am Längsten, sagte Martin Herbst, der als Teamleiter für Hessen-Mobil vor Ort war. In der Tat waren die Betonspezialisten auf beiden Seiten mehr als 90 Minuten aktiv, um die Anschlussbewehrungen des Querträgers und des Fertigteils auszurichten. Anschließend bogen fleißige Hände benachbarte Eisenstäbe für den nächsten Träger zurecht, dem dann die Randträger mit vormontierten Arbeitsgerüsten folgten.

Allein für den Auf- und Abbau des Krans müsse man fünf Stunden rechnen, sagte Kai Rieser (38) nach dem Einhängen des ersten Trägers. „Deshalb ist die uns verbleibende Nettozeit relativ straff bemessen.“ Der Oberbauleiter der Bickardt Bau AG (Kirchheim) muss geahnt haben, dass die Nachtschicht diesmal ein bisschen länger dauern würde.

A7-Vollsperrung in der Nacht auf Sonntag

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