„Abgerechnet wird zum Schluss“

Fußball-Hessenligist FSC Lohfelden hat fristgerecht die Meldung für die Regionalliga abgegeben

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Es läuft im Nordhessenstadion: Sponsor Andreas Fehr (von links), Torjäger Serdar Bayrak und der Vorsitzende Willi Becker haben sich mit dem FSC Lohfelden noch einiges vorgenommen.

Lohfelden. Es läuft rund für den FSC Lohfelden. Der Fußball-Hessenligist mischt im Rennen um Platz eins und zwei mit. Ein Regionalliga-Aufstieg ist derzeit im Nordhessenstadion dennoch offiziell kein Thema. Oder doch?

Vorsorglich reichten die Verantwortlichen fristgerecht die Meldung für die vierthöchste Spielklasse ein. Wir fragten nach. Der Vorsitzende

Behutsam nähert sich Willi Becker der Frage nach dem Aufstieg. „Die Regionalliga käme zu früh. Wir wollen kein finanzielles Risiko eingehen. Zudem fehlen uns die Strukturen, und das Stadion wäre im momentanen Zustand nicht tauglich für die Regionalliga“, betont der Vorsitzende. „Stand jetzt“, so Becker weiter, „sagen wir eher Nein.“ Der Abstand des FSC zur Regionalliga sei noch zu groß.

„Der einzige Klub in Nordhessen, der das stemmen kann, ist der KSV Hessen“, sagt Becker. In Abstimmung mit Beisitzer Andreas Fehr habe der FSC trotzdem vorsorglich gemeldet. „Aber letztlich“, so Becker weiter, „gewinne ich lieber in der Hessenliga, als dass ich in der Regionalliga verliere.“ Der Trainer

Otmar Velte gibt sich bewusst zurückhaltend: „Die Regionalliga ist für uns im Moment noch kein Thema“, sagt der 51-Jährige. Er selbst sei nach Lohfelden gekommen, um für Kontinuität zu sorgen, sagt Velte über seine Arbeit. Im Moment sei es für seine Mannschaft wichtig, sich über die aktuellen Siege zu freuen. Der Abstiegskampf der Vergangenheit sei offenbar endgültig Geschichte, aber es gehe im Moment vorrangig darum, dass Lohfelden in der Hessenliga eine gute Rolle spiele. „So ein Aufstieg in die Regionalliga muss langfristig geplant werden, sonst kostet es einfach zu viel Substanz. Wir werden jetzt weiter den nötigen Unterbau schaffen. Dafür brauchen wir eine optimale Jugendarbeit und eine zweite Mannschaft, die mindestens in der Gruppenliga spielt“, sagt Velte.

Der Sponsor

„Abgerechnet wird zum Schluss“, gibt sich Lohfeldens Hauptsponsor und Beisitzer Andreas Fehr vieldeutig. „Die drei Mannschaften vor uns stehen im Moment wesentlich besser da, aber wir würden uns natürlich der Herausforderung stellen“, sagt Fehr weiter.

Für den 48-jährigen Unternehmer steht die Regionalliga zwar nicht unmittelbar auf der Agenda, aber im Erfolgsfalle wolle er nicht derjenige sein, der auf die Bremse tritt. Der Torjäger

Bis 2018 hat sich Serdar Bayrak vertraglich an den FSC Lohfelden gebunden. Mit 18 Toren ist der 30-Jährige inzwischen Dritter der Hessenliga-Torjägerliste. „Unser Ziel war es, in dieser Hessenliga-Saison oben mitzuspielen. Wenn jetzt mehr drin ist, würde ich mir aber die Regionalliga auch zutrauen. Unser erstes Ziel ist erreicht, alles andere ist Zugabe.“

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