Wir geben einen Überblick

Achtstreifiger Ausbau: Das passiert auf der Baustelle an der Autobahn 7

Der Blick in Richtung Ostseite der A 7: Dieses Fahrzeug zerkleinert die riesigen Betonteile der alten Lärmschutzwand noch auf der Autobahn. Die Holzlatten vorn stützen die Straße.

Lohfelden/Kassel. Wer auf der Autobahn 7 von Norden in Richtung Kassel fährt, der sieht auf der rechten Seite der Fahrbahn riesige Steinbrocken, Mauern und großes Gerät. 

Ein kurzer Überblick über die vielen kleinen Baustellen der großen A7-Baustelle. 

In den Wintermonaten arbeiten etwa 20 Mitarbeiter täglich von 7.30 bis 16.45 Uhr am achstreifigen Ausbau der A 7. Am Donnerstag beginnt die Weihnachtspause. Bis 6. Januar ist dann erst einmal Stillstand.

Alte Lärmschutzwand

In zwei Abschnitten wird die Lärmschutzwand an der A 7 erneuert. Während an einigen Stellen die alte Lärmschutzwand abgerissen wird, wird parallel mit dem Bau der neuen begonnen. Insgesamt etwa 50 bis 60-mal am Tag fahren vier Lastwagen Aushubboden und Brocken der alten Lärmschutzwand von der Baustelle auf eine angemietete Fläche auf der Ostseite der A 7 am Lindenkopfweg in Lohfelden. Damit die teils 60 Zentimeter dicken Brocken transportierbar sind, werden sie bereits auf der Baustelle zerkleinert und danach recycelt. Vom Aushub kommen später etwa 25 Prozent zurück auf die Baustelle und werden wiederverwendet.

Neue Lärmschutzwand

Mehrere Schichten: Die Wand wird mit langen Pfählen stabilisiert, davor wird die nächste Schicht der neuen Lärmschutzwand gebaut. Die Wand links daneben ist schon fertig.

Zwischen der Anschlussstelle Kassel-Ost und der Lindenkopfbrücke kann man unterschiedliche Arbeiten an der Lärmschutzwand entdecken. Links und rechts von der Lindenkopfbrücke sieht man derzeit Fundamentarbeiten.

Eine besondere Funktion für die Standfestigkeit der künftigen Lärmschutzwand haben dabei Bohrpfähle, die elf Meter tief in den Boden hineingehen. „Erst nach elf Metern kommt standfester Boden, der muss so überbrückt werden“, erklärt Bernd Niemeyer von Hessen Mobil, Projektleiter des achtstreifigen Ausbaus. Sechs Meter lange Anker, die horizontal in die Wand hineingehen, verkleidet mit Spritzbeton, sichern die Baugruben.

Die Funktion der Anker, von denen man von außen nur ein kleines Stück sieht, ist nicht zu unterschätzen: „Sie sorgen dafür, dass die Wand nicht nach vorn klappt.“ Weiter nördlich ragen Stahlstücke aus dem Boden. Hier wird eine Stützwand hergestellt, auf der die neue Lärmschutzwand errichtet wird. Teile der Stützwand sieht man bereits.

Brückenerweiterung

80 531 Fahrzeuge (Stand: 2010) fahren laut Straßenverkehrsbehörde täglich über die Autobahn 7, mehr als 14 000 davon sind Schwerlastverkehr. Wegen der hohen Verkehrsbelastung sollen während des Fahrbahnausbaus alle sechs Streifen erhalten bleiben – besonders für die Erweiterung der Brücken eine Herausforderung.

Während bei der Wahlebachbrücke zusätzliche Pfähle gesetzt und die Fahrbahn mit Fertigbetonteilen erweitert wird, muss die Überführung des Waldauer Wegs komplett abgerissen und neu gebaut werden. Das passiert in zwei Abschnitten.

Bis August 2017 soll die westliche Seite der Brücke fertig sein. Danach wird die andere Hälfte abgerissen und neu gebaut. 

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