Veranstaltung im Löwenhof

Ahle-Wurscht-Fest in Lohfelden: Sechs Metzger reichten dürre Runde und leckere Stracke

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Stracke, Runde oder Keule: Der Familienbetrieb Teichhof aus Ringgau war beim Tag der Ahlen Wurscht mit einem großen Sortiment vertreten. Verkaufsleiter Uwe Zeuch (links) und Juniorchefin Antonio Linhose erklärten ihren Kunden, das ihre Würste nach alter Tradition sehr lange reifen.

Lohfelden. Das Ahle-Wurscht-Fest im Lohfeldener Löwenhof bot am Sonntag die Gelegenheit, sich mit regionalen Spezialitäten einzudecken.

Eine dürre Runde oder leckere Stracke sind schon eine Reise und das Aufstehen vor dem Morgengrauen wert: Margret und Hans Hauptmann aus Wesel sowie Siegfried und Marianne Schneider aus Dinslaken waren im Löwenhof in Lohfelden pünktlich zur Stelle, als die Stände des Ahle-Wurscht-Tags am Sonntag öffneten. Um fünf Uhr morgens waren sie vom Niederrhein aus losgefahren. Siegfried Schneider, ein gebürtiger Rothwestener mit ständiger Sehnsucht nach der nordhessischen Spezialität, hatte die Idee zu diesem kulinarischen Ausflug. Auch Gäste aus Dresden wurden im Löwenhof gesichtet.

Es muss nicht immer Ahle Wurscht sein: Wina Diekhof aus Witzenhausen bot leckere Spezialitäten für Vegetarier an.

Dass Fans der Ahlen Wurscht von weit her nach Nordhessen kommen, sei inzwischen Normalität, sagt Markus Exner von der Grimmheimat Nordhessen, die das Fest zusammen mit dem Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht veranstaltet hat. „Die Qualität hat sich herumgesprochen. Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel schwärmt für die Wurst“, erklärt Exner. Die Regierungschefin sei bei einem Empfang der hessischen Landesregierung auf den Geschmack gekommen.

Sechs Metzger aus der Region boten ihre Ahlen Würschte bei dem Fest an. Und viele Besucher hatten ihren Spaß daran, über die verschiedenen Arten der Würzmischungen und Trocknungstechniken zu fachsimpeln oder Anekdoten rund um die Wurst zu erzählen.

Ein Fest rund ums Thema Ahle Wurscht: Besucher erkundigten sich am Stand der Jausenstation Großalmerode über das Angebot.

Der frischgebackene SPD-Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels versorgte sich mit einer großen Stracken. Die konstituierende Sitzung des Bundestags am Dienstag werde sicher ein Marathon, da brauche er Stärkung aus der Heimat, sagte er.

Neben Ahler Wurscht gab es erstmals auch einen Stand mit veganen Lebensmitteln vom Hofladen „Knofi & So“ aus Witzenhausen. Die Kasseler Stadtimker boten Honigbier an. Ein Bauer aus dem Ringgau verkaufte Kartoffeln frisch vom Hof und die Bäckerei Schwarz leckeres Brot.

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