Erste Fällungen bereits in dieser Woche

Alte Pappeln am Nordhessenstadion Lohfelden kommen weg

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Die Pappeln im Fußballstadion in Lohfelden werden demnächst gefällt: Fast alle Pappeln sind marode, morsch, haben Löcher im Stamm oder Absplitterungen. 

Lohfelden. Es wird das Erscheinungsbild des Nordhessenstadions in Lohfelden maßgeblich verändern: Die Pappeln, die das Stadion seit seinem Bau 1958 zierten, kommen weg.

In dieser Woche werden die ersten Bäume gefällt.

Rolf Schweitzer

Die Wurzeln der sogenannten Flachwurzler hatten mit der Zeit für Schäden am Asphalt und an der Aschelaufbahn gesorgt. Weil es sich um sogenannte Flachwurzler handelt, breiteten sich deren Wurzeln direkt unter dem Boden aus und verursachten Risse und Erhöhungen, erläutert Rolf Schweitzer, Leiter der Bauverwaltung in Lohfelden. „Und dass, obwohl die Bäume teils bis zu acht Meter vom Weg entfernt sind.“ Das Weichholz würde zudem schnell brechen. Besonders bei Nässe. In der Vergangenheit hatten deshalb bereits immer wieder einzelne Bäume entfernt werden müssen. 

Für das Fällen der Bäume ist das Bauamt zuständig. Das Vorankommen der Arbeiten sei witterungsabhängig, sagt dessen Leiter, Uwe Müller, auf Nachfrage der HNA. „Wenn es schneit, sind wir am Räumen“ – in diesem Fall müssten die Bäume warten.

Diesen ist ihr Alter anzusehen: Am Fuße der Stämme breiten sich Pilze aus und dort, wo die Bäume vor einigen Jahren kräftig zurückgeschnitten worden waren, hat sich Fäulnis gebildet. „Die Bäume haben ihre Altersgrenze erreicht“, sagt Rolf Schweitzer.

Mit der Pflanzung von Pappeln sei man damals einem Trend gefolgt: Pyramidenpappeln sieht man an vielen Sportplätzen. Unter anderem, weil sie so schnell wachsen. Andernorts werden Alleen dieser Bäume als Windschutz an Straßen gepflanzt.

 Die Sportler vor Wind zu schützen war wohl auch der Grund für die Pflanzung der Bäume Ende der 50er-Jahre. Ob es Bäume sein werden, um diesen Schutz auch künftig zu bieten, müsse man noch entscheiden, sagt Schweitzer. Mit etwa 70 Prozent kommt der Großteil des Windes aus der Richtung Süd/West. „Vielleicht pflanzen wir in dieser Hauptrichtung neue Bäume an.“ Dass es wieder Pappeln werden, ist allerdings ausgeschlossen – wenn sie auch ein gutes Erkennungszeichen waren, so Schweitzer. In der kommenden Woche (Donnerstag, 26. Januar) werden die Gemeindevertreter zudem darüber entscheiden, wie viel Geld in die Erneuerung des Kunstrasenplatzes gesteckt werden soll. 

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