Im April 2019 soll der Betonbau fertig sein

An A7 bei Lohfelden entsteht neues Regenrückhaltebecken

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Am Fuße der Autobahnböschung zwischen der A 7 und der Talstraße in Lohfelden entsteht ein neues Regenrückhaltebecken: Im Moment finden dort Oberbodenarbeiten statt. Im April 2019 soll alles fertig sein. 

Lohfelden. An der Autobahn 7 bei Lohfelden entsteht derzeit ein neues Regenrückhaltebecken. Die Kosten dafür in Höhe von 2,6 Millionen Euro zahlt der Bund.

9000 Kubikmeter Wasser sollen in das neue Regenrückhaltebecken passen, das seit Mitte März am Fuße der Autobahnböschung zwischen der A 7 und der Talstraße in Lohfelden entsteht. Das entspricht in etwa der Menge von zwölf mit Wasser gefüllten Schwimmbecken, die jeweils 15 Meter breit und 25 Meter lang sind. Damit ist es das größte Regenrückhaltebecken im Kasseler Raum.

Da derzeit die Autobahn 7 achtstreifig ausgebaut wird, muss aufgrund des Einzugsgebietes solch ein großes Betonbecken gebaut werden. „Damit soll bei Starkregen das Niederschlagswasser zurückgehalten werden – sonst läuft alles in den Bach und es kommt zu Überschwemmungen. Außerdem können in dem Becken in Havariefällen, wie bei Unfällen, ausgelaufene Kraftstoffe und Öle aufgefangen werden“, erklärt Dietrich Brossok. Der 57-Jährige arbeitet als Projektingenieur bei der Straßenbaubehörde Hessen Mobil und übernimmt bei dem Regenrückhaltebecken die Bauaufsicht.

Beim Ausbau der A 7 wurde in der Straße extra ein Tiefpunkt angelegt, damit sich an dieser Stelle das Regenwasser sammelt. Über Rohre im Damm unter der Lärmschutzwand läuft das Wasser dann ab, ein Kanal führt ins Regenrückhaltebecken.

„Die Becken im vorderen Bereich fangen Schlamm, Feinteile und Öl auf. Die drei hinteren dienen als Stauraum, damit das Wasser langsam über den Ablauf abfließen kann“, erläutert Baustellenleiter Marco Renke von der Firma Beck-Bau aus Eschwege.

Der 45-Jährige schätzt, dass es vier bis sechs Wochen dauern wird, bis die etwa 15 Kubikmeter Erde aus der Grube ausgehoben sind. Danach beginnen die Betonarbeiten für das bodengleiche Becken (wie ein Schwimmbecken). Im April 2019 soll das etwa 2,6 Millionen Euro teure Regenrückhaltebecken fertig sein. „Wenn alles steht, wird die Fläche aus Sicherheitsgründen eingezäunt, damit niemand ins Becken reinfällt“, so Brossok. Die Autobahnmeisterei Baunatal sei für die Wartung zuständig, alle drei Jahre komme ein Bauwerks-prüfer vorbei.

Im Zuge des achtstreifigen Ausbaus der A 7 zwischen der Anschlussstelle Kassel-Ost und dem Autobahndreieck Kassel-Süd werden insgesamt fünf Regenrückhaltebecken neu errichtet oder bestehende umgebaut. Zwei sind bereits fertig: Ein Becken an der A 7-Tank- und Rastanlage Kassel-Ost ist seit knapp zwei Jahren in Betrieb, ein weiteres vorhandenes an der Ochshäuser Straße in Lohfelden wurde kürzlich erneuert. Die gesamten Kosten für alle fünf Regenrückhaltebecken werden vom Bund getragen. 

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