Vier Synthesegaskühler mit je 120 Tonnen

Apparatebauer Arvos liefert von Lohfelden nach Indien

Lohfelden/Hann. Münden/Jamnagar. Der Apparatebauer Arvos  (früher Alstom Power Energy Recovery) aus Kassel wird ab Dienstag, 21. Oktober, die letzten vier Montageeinheiten zum Bau von Synthesegaskühlern von seinem Werk in den ehemaligen Richterhallen in Lohfelden nach Hann. Münden transportieren.

An der Weserumschlagstelle werden die jeweils 120 Tonnen schweren Bauteile dann am 14. November auf zwei Binnenschiffe verladen, die sie über die Weser in den Hamburger Hafen bringen. Ziel ist das Sultanat Oman, dort werden die Gaskühler montiert und dann per Schiff nach Jamnagar in Indien gebracht, wo sie in eine Kohlevergasungsanlage eingebaut werden.

Archiv: Alstom-Schwertransport rollte durch Kassel

Die Weserumschlagstelle habe logistisch eine große Bedeutung für das rund 400 Mitarbeiter zählende Unternehmen, betont Maren Anacker, Projektmanagerin bei der „Arvos GmbH Schmidtsche Schack Division“. Auf die Route über die Straße nach Gelsenkirchen und von dort per Schiff nach Antwerpen sei man in diesem Sommer zweimal ausgewichen, weil ein Schiffstransport mangels Wasser in der Oberweser nicht möglich war. Der Weg über die Straße ins Ruhrgebiet sei aber durch die Großbaustelle am Altmarkt in Kassel versperrt.

Von daher bleibe die Schiffsverladung in Hann. Münden die einzige Transportmöglichkeit. Vorausgesetzt, dass die Bedingungen stimmen wie ausreichender Wasserstand in der Oberweser und Bau eines stationären Krans, werde Arvos auch weiterhin Transporte ab Hann. Münden in seine Überlegung einbeziehen, sagte die ArvosManagerin. Zumal dieser Transport der Firma weniger koste sei als der durch das Ruhrgebiet. Dort schlügen Ausgaben für so genannte verkehrslenkende Maßnahmen, etwa Polizeibegleitung, Auslegen von Blechen, Brückenberechnungen, kräftig zu Buche.

Vom Werk in Lohfelden sei Hann. Münden über die Autobahn 7 schnell zu erreichen. Sorge bereitet Arvos jedoch die Standfestigkeit der Straßenbrücken, speziell der Werratalbrücke auf der A7.

Arvos hat die Richterhallen in Lohfelden von dem neuen Eigentümer Kirchner Solar Group (Alheim) bis Ende 2016 gemietet. Eine Verlängerung ist möglich, denn die Kirchner-Pläne, in den Hallen ein überregionales Zentrum für Erneuerbare Energien (ZEED) zu gründen, liegen seit der Krise der Solarwirtschaft auf Eis. Die Industriehallen an der Langen Straße, in denen früher tonnenschwere Pressen für die Automobilindustrie gefertigt wurden, eignen sich für die Herstellung der 30 Meter langen Kühlaggregate - auch wegen der Laufkräne, die in den Hallen installiert sind. (kri/hog)

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