Geräte an zwei Straßen

Belastungen durch Lkw-Verkehr: Jetzt wird in Lohfelden gezählt

Viel Schwerverkehr: Die Gemeinde Lohfelden hat ein Lkw-Durchfahrverbot in allen Ortsteilen beantragt. Hessen Mobil lässt zurzeit zählen, wie viele Fahrzeuge auf den am meisten belasteten Straßen in Lohfelden unterwegs sind. Gezählt wird mit vier computergesteuerten Zählplatten. Eine ist vorn rechts neben dem Kanaldeckel zu sehen. Fotos: Wohlgehagen

Lohfelden. Nach Protesten gegen Lkw-Verkehr: Geräte im Lohfeldener Ortsteil Ochshausen sollen nun ermitteln, wie viele und welche Fahrzeuge auf zwei viel befahrenen Straßen unterwegs sind.

Vor dem Hintergrund anhaltender Proteste lärmgeplagter Anwohner in Lohfelden und dem beantragten Lkw-Fahrverbot haben Mitarbeiter des Straßenmanagements Hessen Mobil auf zwei viel befahrenen Straßen im Ortsteil Ochshausen Zählplatten angebracht, mit denen die Verkehrsmenge und die Art der Fahrzeuge erfasst wird.

Die vom Regierungspräsidium Kassel angeordnete Erfassung läuft noch bis Montag, 4. Mai, 6 Uhr. Die Behörde reagiert damit erstmals konkret auf das von der Gemeinde Lohfelden bereits im vergangenen November beantragte Durchfahrverbot für Lastwagen.  

Dem Antrag waren Proteste von Anwohnern während einer Bürgerversammlung und Demonstrationen an der Kreuzung Hauptstraße / Ochshäuser Dorfstraße vorausgegangen. Die Bürger beklagten sich massiv über den Lärm und die Abgase von mehr als 8000 Fahrzeugen täglich und über den zunehmenden Schwerlastverkehr. Das sei unerträglich und mache krank, hieß es. Die vier computergesteuerten Zählplatten vom Typ NC 200 sind in der Ochshäuser Dorfstraße und in der Eschweger Straße auf die Straßenoberfläche gesetzt worden. Gemessen werde rund um die Uhr, hieß es.

„Mithilfe dieses modernen Verkehrszählsystems erfassen wir die Anzahl aller Verkehrsteilnehmer und auch die Größe der Fahrzeuge.“ So sei eine Unterscheidung von Pkw und Lkw möglich, sagte Martin Staufenberg von Hessen Mobil der HNA nach der Montage der Zählinstrumente.

Die zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossenen Anwohner hoffen jetzt, dass das Regierungspräsidium ihren Belastungen bald ein Ende bereitet.

Das Anliegen wird von Bürgermeister Michael Reuter (SPD) unterstützt, der - untermauert mit Verkehrszählungen seiner Verwaltung - ein Lkw-Durchfahrverbot für das gesamte Gemeindegebiet anstrebt und mit den Bürgern und den Verantwortlichen beim Landkreis Kassel als Untere Verkehrsaufsicht auf einen positiven Bescheid hofft.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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