Drei Gruppen für Kinder ab zehn Monaten

Bücherei Vollmarshausen wird zur Kita umgebaut

Die Bücherei Vollmarshausen wird zur Kita umgebaut: Drei Gruppen sollen hier künftig Kindern ab zehn Monaten Platz zum Spielen, Toben und Essen bieten. Die erste Gruppe soll spätestens im Januar 2018 starten. Fotos: Lischper

Lohfelden. Die Außenstelle der Lohfeldener Bücherei in Vollmarshausen wird demnächst zur Kindertagesstätte umgebaut. Spätestens ab Januar 2018 sollen in dem 2000 als Bücherei gebauten Haus bis zu 36 Kinder im Alter von zehn Monaten bis drei Jahren untergebracht werden.

Der Grund: Weil in der Gemeinde immer mehr Kinder einen Betreuungsplatz brauchen, muss die Kita-Landschaft erweitert werden.

Jutta Kothe

Der Entscheidung für die neue Räumlichkeit war eine monatelange Diskussion der Fraktionen vorausgegangen – mit dem Ergebnis, dass der Umbau der Bücherei die kostengünstigste, aber auch die sinnvollste Möglichkeit ist. „Ein Neubau wäre wesentlich teurer geworden“, sagt die Architektin Jutta Kothe, die für das Bauamt der Gemeinde Lohfelden das Projekt leitet. Zudem habe man hier Synergieeffekte: Der neue Kita-Standort ist direkt an die Kita Vollmarshausen angegliedert, hat die gleiche Leitung und kann vom großen Außenbereich der Kita Vollmarshausen mit Spielgeräten für Krippenkinder profitieren. Getestet wurde dies bereits im vergangenen Jahr – als die Kinder der Kita Ochshausen zeitweise hier untergebracht waren. Ein Wasserschaden machte den Umzug nötig.

Andere Vorschriften

Anders als die temporäre Nutzung der alten Bücherei unterliegt die dauerhafte Nutzung als Kita anderen Vorschriften. So muss das komplette 330 Quadratmeter große Gebäude kindgerecht gestaltet werden, der Brandschutz überarbeitet und auch die Aufteilung der Räume wird sich grundlegend verändern.

So soll es mal aussehen: Die Raumaufteilung der alten Bücherei ändert sich wesentlich.

Dazu werden bestehende Wände eingerissen oder umplatziert. Neben drei Räumen für Gruppen mit jeweils zwölf Kindern soll es einen Multifunktionsraum geben. Der könne laut Kothe beliebig genutzt werden – etwa zur Bewegung oder zum Schlafen für Kinder ab zwei Jahren. Für Kinder unter zwei Jahren soll es einen separaten Schlafraum geben. „Sie brauchen fest installierte Betten“, erklärt Kothe. Weitere Räume: Büro für die Kita-Leitung, Waschräume, Verteilerküche (das Essen wird von einem Caterer angeliefert) und Wickelraum.

Man habe bei der Planung großen Wert darauf gelegt, den Kindern viel Raum zur Bewegung zu geben, sagt Kothe. Das komplette Haus wird von einem weiträumigen Flur durchzogen, der in einen Wintergarten mündet. Für den kompletten Umbau sind laut Bürgermeister Uwe Jäger (SPD) 530 000 Euro vorgesehen. Der wohl größte Betrag fließt in die Bereiche Heizung/Lüftung/Sanitär, wofür man einen Fachplaner engagiert hat. Man rechne mit einer Förderung vom Land in Höhe von 270 000 Euro – „90 000 für jede Gruppe“, so Jäger.

Hintergrund

Derzeit gibt es in Lohfelden fünf Kindergärten, die von der Gemeinde getragen werden und eine des Arbeitersamariterbunds (ASB). Für Kinder unter drei Jahren (U3) gibt es aktuell zwei Gruppen in der Kita Vollmarshausen und eine Gruppe in der Kita Löwenzahn in Crumbach. Mit der Erweiterung der Kita Vollmarshausen wird es dann künftig sechs U3-Gruppen geben. Gestartet werden soll am neuen Standort spätestens im Januar 2018. Vorerst sollen ein bis zwei Gruppen eröffnet werden – je nach aktuellem Stand der Anmeldungen. Um den im Kinderförderungsgesetz (Kifög) festgelegten Betreuungsschlüssel einhalten zu können, muss zusätzliches Erzieher-Personal in Voll- und Teilzeit eingestellt werden, so Bürgermeister Uwe Jäger (SPD).


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