Dach in Vollmarshausen einsturzgefährdet: Sporthalle ist länger geschlossen

Ende der 1960er-Jahre errichtet: Ein sogenannter Leimbinder im Dach der Sporthalle hängt durch. Nun muss geklärt werden, ob auch die übrigen neun Träger Schäden aufweisen. Die Schützen von Vollmarshausen, die auch Räume in der Halle haben (ganz rechts hinten), sind von der Schließung nicht betroffen. Fotos: Dilling

Lohfelden. Böse Überraschung für die FSK Vollmarshausen zum Auftakt der Herbst- und Wintersaison. Die Sporthalle bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Gründe sind das marode, einsturzgefährdete und schadstoffbelastete Dach. Die Schließung wird  wahrscheinlich mindestens bis ins nächste Frühjahr hinein dauern. Der Vollmarshäuser Verein und die befreundete FSK Lohfelden müssen daher in der Söhre-Halle in Lohfelden zusammenrücken.

Wie lange die Halle insgesamt ausfallen wird, das hängt davon ab, wie schwer die Schäden an der tragenden Konstruktion sind und wie schnell die Gemeindevertreter Geld für eine Sanierung oder einen Neubau des Dachs geben. Das Parlament bewilligte erst einmal außerplanmäßig 160.000 Euro für die Schadensaufnahme, die Abstützung des Dachs, ein Gutachten und die Entfernung der schadstoffhaltigen Mineralfasern in der Hallendecke.

Kinder trainieren bei der FSK 

Patrick Ewald, Vorsitzender der FSK Vollmarshausen, will sich trotz mehrmaliger Nachfrage zum Thema nicht äußern und verweist auf die Gemeindevertretung. Bernd Hirdes, Chef der FSK Lohfelden, macht dagegen aus seinem „Wunsch“ keinen Hehl, dass die Vollmarshäuser Halle „bis zum späten Frühjahr oder zum Frühsommer“ für den Sport wieder zur Verfügung stehen sollte. Sein Verein schaue, wo noch freie Kapazitäten in der Söhre-Halle Lohfelden seien. Beispielsweise trainierten die Kinder der Vollmarshäuser Tischtennis-Abteilung jetzt bei der FSK Lohfelden mit. „Platten sind genug da“, sagte Hirdes. Im Übrigen regelten das die Abteilungen der beiden Vereine untereinander.

Probleme für Handballer 

Betroffen sei vor allem die Handball-Spielgemeinschaft Lohfelden / Vollmarshausen. Anfragen wegen freier Hallenzeiten in Nachbargemeinden hält Hirdes für wenig sinnvoll. Die seien, abgesehen von den zusätzlichen Fahrzeiten, meistens schon gut belegt. Fraglich ist, ob der Wunsch von Hirdes realistisch ist. Nach dem Plan der Gemeindeverwaltung sollen bis Anfang Dezember ein Schadengutachten gefertigt, die Dachkonstruktion auf Schadstellen untersucht und ein Sanierungskonzept erarbeitet werden. Der außerdem notwendige Ausbau der Schadstoffe soll aber bis Ende Februar dauern.

Dann erst könnte mit einer Reparatur oder einem Neubau des Hallendachs begonnen werden.

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