Zahlreiche Beschwerden

Paket-Chaos in Kassel: Kunden müssen sich Lieferung in Lohfelden abholen

Kassel/Lohfelden. Der Ärger über die Deutsche Post und den Paketdienst DHL reißt nicht ab. Die Sorge ist groß, dass die Pakete bis Weihnachten nicht mehr ankommen.

Jeden Tag erreichen unsere Redaktion Mails von entrüsteten Post-Kunden, die sich darüber beschweren, dass ihre Pakete nicht ankommen. Dabei warteten sie bereits seit Tagen auf eine Lieferung. Bei vielen ist zudem die Sorge groß, dass ihre Weihnachtspost nicht mehr rechtzeitig beim Adressaten erscheint.

Dass die Post die Paketmassen derzeit nur schwer in den Griff bekommt, zeigt sich auch an der neuesten Entwicklung. Das Unternehmen hat einen ehemaligen Verkaufsraum in Lohfelden gemietet, den sie nun als Lagerhalle nutzt. Darin befinden sich Hunderte von Paketen, die sich die Kunden selbst abholen müssen. Darüber werden sie über eine Postkarte informiert.

Begründet wird dieses vorübergehende System mit den jüngsten Streiks am 14. und 23. November, die einen gewissen Paketstau nach sich gezogen hätten – und zwar ausschließlich im Kasseler Stadtgebiet. Noch bis Ende des Jahres soll die Lagerhalle als Abholort dienen. Dem Vernehmen nach soll es noch nie ein solch hohes Paketaufkommen gegeben haben wie in diesem Jahr vor Weihnachten.

Thomas Kutsch, Sprecher der Post, bezeichnete die Anmietung der Lagerhalle in Lohfelden als „ergänzende Maßnahme“, die für den einen oder anderen leider mit Unannehmlichkeiten verbunden sei. Kutsch: „Wir wissen, dass dies für viele Menschen leider einen Mehraufwand bedeutet.“ Auch er verweist auf die Masse an Paketen, die aktuell im Umlauf sei. Die Mitarbeiter täten aber alles, um sie zuzustellen.

Post-Sprecher Kutsch bekräftigte zudem, dass ein von DHL abgegebenes Leistungsversprechen weiterhin gelte. Das besagt, dass alle Päckchen und Pakete, die bis zum 22. Dezember in einer Postbank-Filiale eintreffen, den Empfänger bis Weihnachten erreichen.

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