Bäume mussten weg

Interview: Sicherheit im Blick

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Horst Brandau, Vorsitzender des Kleingartenvereins Herchenbach

Lohfelden. Die großflächige Abholzung von Bäumen und Gehölzen an der Zufahrt zum Schützenhaus im Erholungsgebiet Herchenbach in Lohfelden-Crumbach stieß auf heftige Proteste von Anwohnern (die HNA berichtete).

Verantwortlich für die großflächigen Rodungen ist der Kleingartenverein Herchenbach. Wir sprachen mit dem Vereinsvorsitzenden Horst Brandau über die umstrittene Aktion.

Herr Brandau, warum mussten die Bäume und Gehölze weichen, werden Sie die Aktion fortsetzen? 

Horst Brandau: Wegen einiger Umstürze in den letzten Jahren mussten alle Bäume aus Verkehrssicherheitsgründen entfernt werden. Ein Großteil stand auf gepachtetem Kleingartengelände. Nach dem Bundeskleingartengesetz sind Waldbäume im Kleingarten nicht gestattet. Die Rodungsarbeiten in der Parzelle Auf der Leimenhöhe sind beendet.

Wie gehen Sie mit dem Vorwurf von Anwohnern um, mit der Aktion Menschen und Tieren den Schutz und damit ein Stück Lebensqualität genommen zu haben? 

Brandau: Wir bitten die Anwohner um Verständnis für diese Aktion. Unser Vorstand ist zu dem Entschluss gekommen, dass die Sicherheit der Passanten und Kleingärtner in den Vordergrund zu stellen ist. In unmittelbarer Nachbarschaft bestehen außerdem genügend Platz und Ausbreitungsmöglichkeiten für alle Tiere.

Was ist mit dem Holz geschehen, das Mitglieder des Vereins abtransportiert haben? 

Brandau:  Nach Aussage des Holzfällers werden die Tannen zu Balken und Brettern verarbeitet, der Rest des Holzes wird verbrannt. (ppw)

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