Polizeibekannter Pole wollte Werkzeug mitnehmen

Einbruch bei Feuerwehr Lohfelden: Es war ein „sportlicher Täter“

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Einbruch durch das Oberlicht der Fahrzeughalle: Der Täter wurde gestern noch dem Haftrichter vorgeführt. 

Lohfelden. Nach dem Einbruch in die Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr in Lohfelden am Donnerstagmorgen steht fest: Es muss sich um einen sportlichen Täter gehandelt haben.

Bei dem „drahtigen Kerl“, der wie ein Einbrecher gekleidet war – komplett schwarz, mit Sturmhaube und Stirnlicht – handelt es sich laut Polizeisprecher Torsten Werner um einen der Polizei bekannten Mann. Er sei in Norddeutschland bereits mehrfach wegen Eigentums- und Einbruchsdelikten aufgefallen.

Der Mann, ein 39-jähriger Pole ohne festen Wohnsitz in Deutschland, war durch eines der Oberlichter in die Halle eingestiegen, die sich in etwa vier Metern Höhe befinden. Über ein Fallrohr an der Außenwand des Gebäudes sei er auf das Flachdach gekommen, sei in das Oberlicht eingestiegen und von dort aus auf einen Werktisch gesprungen. Um das Haus mit der Beute, einem 15 Kilogramm schweren Rucksack mit Werkzeug und einer 35 Kilogramm schweren Rettungsschere (Gesamtwert etwa 5000 Euro), wieder verlassen zu können, habe er sich innen eine Tonne an die Wand gestellt. Darüber floh er letztlich auch, als der Alarm losging, so Werner.

Wer kennt dieses Fahrrad? Der Täter war damit zum Tatort gefahren. Jetzt sucht die Polizei nach dem Besitzer. Foto: Polizei/nh

Wie berichtet, konnte er vom von dem Alarm benachrichtigten Sicherheitsdienst auf dem angrenzenden Feld gestellt werden – etwa 50 Meter vom Tatort entfernt. Die Mitarbeiter hatten die eintreffenden Polizeibeamten aus vier Streifenwagen per Taschenlampe auf sich aufmerksam gemacht.

Gemeindebrandinspektor Michael Kahl wundert es, dass sich der Einbrecher nicht von der Alarmanlage abschrecken ließ, sei diese doch sofort erkennbar. „Sobald der Alarm auslöst, werden alle Türen sofort verriegelt.“ Nur die Mitglieder der Feuerwehr hätten einen entsprechenden Chip, um die Türen wieder zu öffnen. Was der Täter mit dem Werkzeug anfangen wollte, ist unklar. Laut Kahl kann ein Laie damit nichts anfangen. „Wir werden ja extra geschult, damit wir damit umgehen können.“

Den Schaden am Gebäude schätzt die Polizei auf 500 Euro. Laut Bürgermeister Uwe Jäger (SPD) wurde das Oberlicht zerbrochen und an der weißen Innenwand befanden sich Fußspuren. In einem etwa 30 Meter von der Feuerwehr entfernten Gebüsch hatten die Beamten einen Rucksack und ein rosa Damenrad Marke Göricke (Typ: Malibu), vermutlich Diebesgut, gefunden. Beides gehört zum Täter, wie dessen Vernehmung ergab.

Hinweise zum Besitzer des Fahrrads an Tel. 0561/9100

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