Erstaufnahme-Unterkunft im ehemaligen Hornbach-Gartenmarkt

Erste Flüchtlinge in Lohfelden: Einfach froh über ein warmes Bett

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Schwer bepackt mit Taschen und Tüten: Gegen 13.45 Uhr fuhr der erste Bus mit Flüchtlingen aus Schwarzenborn im Knüllwald auf den Parkplatz des ehemaligen Hornbach-Gartenmarktes.

Lohfelden. Die ersten 380 Flüchtlinge sind in Lohfelden angekommen. „Die Stimmung ist gut", sagen die Unterkunftsleiter.

Die Kälte der vergangenen Tage hatte ihnen noch in den Knochen gesteckt. „Die Leute haben den Schneestrum am Mittwoch voll mitbekommen - in ihren Zelten in Schwarzenborn mitten im Knüllgebirge“, sagte Tanja Schmidt-Hosse, Leiterin der Erstaufnahme-Unterkunft im ehemaligen Hornbach-Gartenmarkt in Lohfelden. Entsprechend gut sei nun die Stimmung bei den Flüchtlingen. „Sie hatten monatelang kein warmes Bett - geschweige denn einen geheizten Raum.“

Seit Donnerstag wohnen 380 Flüchtlinge an der Otto-Hahn-Straße. Viele davon sind aus Syrien geflohen. Mit drei Bussen wurden sie in Etappen aus der Knüll-Region nach Kassel gebracht. Alles hatte sich verzögert wegen eines Staus auf der Autobahn. Die meist jungen Männer machten bei ihrer Ankunft aber einen vergnügten Eindruck - sie lachten, einige spielten gleich auf dem Parkplatz mit einem Fußball.

Leiterin der Erstaufnahme-Unterkunft im ehemaligen Hornbach-Gartenmarkt in Lohfelden: Tanja Schmidt-Hosse

„Wir sind froh, das Zeltlager in Schwarzenborn nun abbauen zu können“, sagte Michael Conrad, Sprecher des Regierungspräsidiums. „Nur Männer hätten dort gelebt, für Familien sei das Ganze von vorn herein nicht gemacht gewesen. So sei jetzt noch rechtzeitig zum Winteranfang die Erstaufnahme-Unterkunft in Lohfelden fertig geworden.

Empfangen wurden die Flüchtlinge an späten Nachmittag auch von freiwilligen Helfern aus Lohfelden, die an die Neuankömmlinge Essen ausgaben. Dolmetscher halfen bei der Verständigung. Nicht zuletzt wurden Gruppen gebildet, die dann die improvisierten Schlafräume mit sechs bis acht Betten bezogen.

Für Tanja Schmidt-Hosse, die sich die Leitung der Unterkunft mit Werner Patzki teilt, ist der Umgang mit Flüchtlingen inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Sechs Wochen hat sie bereits im Caldener Zeltlager gearbeitet und dort eine Menge Erfahrung gesammelt. „Ich mache das zum ersten Mal - und es ist gut“, sagt sie. In der Unterkunft in Lohfelden ist jetzt noch Platz für 420 weitere Flüchtlinge. Wann sie kommen hängt ganz von den Landesbehörden ab, die für die Verteilung von Flüchtlingen zuständig sind.

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