Blumen frisch vom Feld pflücken 

Er bietet in Lohfelden auf 15.000 Quadratmetern Gladiolen und Dahlien an 

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Joachim Gundelach aus Lohfelden betreibt mit 15.000 Quadratmetern das größte Blumenfeld Nordhessens. Nicht nur Privatleute können sich hier ihre Blumen selbst zusammenstellen, auch für Blumengroßhändler und Märkte fertigen Gundelachs Mitarbeiter bunte Sträuße an.

Lohfelden. Der Weg ins Paradies ist gar nicht so weit. Zumindest nicht für Bienen, Hummeln und andere Insekten, die stets auf der Suche nach Nahrung sind.

Vor den Toren Lohfeldens erstreckt es sich, das 15 000 Quadratmeter große Blumenmeer von Landwirt Joachim Gundelach. Und nicht nur Schmetterling und Co. finden daran Gefallen, sondern auch viele Menschen, die sich hier einen großen Strauß der bunten Pracht nach Hause holen können.

Seit 20 Jahren betreibt Gundelach das Geschäft mit den Blumen zum Selbstschneiden. „Anfangs waren es etwa 15 Stück rund um Kassel herum“, erinnert er sich. Heute reicht ihm das eine große, schätzungsweise sogar das Größte im Raum Nordhessen, vermutet er.

Drei Zielgruppen kommen hier auf ihre Kosten: „Wir liefern frische Schnittblumen an Blumengroßhändler, fertigen Sträuße für Wochenmärkte an und ermöglichen Privatleuten, die beispielsweise spontan zu einem Geburtstag eingeladen sind, und nicht mit leeren Händen da stehen wollen, auch zu später Stunde sich noch selbst einen bunten Strauß zusammenstellen zu können.“

Das Besondere: die Kunden finden hier nicht nur die Klassiker wie Sonnenblumen, Dahlien oder Gladiolen, Gundelach hat auch Astern, Löwenmäulchen und Kosmeen angepflanzt.

So lässt sich für kleines Geld ganz leicht ein hübscher Strauß sammeln. Zwischen 20 und 60 Cent kosten die verschiedenen Blumen. Bei der Bezahlung setzt Gundelach dann ganz auf die Ehrlichkeit seiner Kunden, die das passende Kleingeld in eine Kasse am Feldrand werfen. Und bisher wurde der Landwirt nicht enttäuscht und die Kosten für neues Saat- und Pflanzgut stets gedeckt. „Natürlich macht so ein Feld auch viel Arbeit“, sagt er. Regelmäßig säen seine Mitarbeiter neue Saaten nach und befreien das Blumenfeld von „Beikraut“, wie es im Fachjargon heißt. „Aber wenn man hier am höchsten Punkt so über das Land blickt, ist das schon einer der schönsten Arbeitsplätze Nordhessens.“

Von Stefanie Lemke 

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