Schneller Einsatz der Feuerwehr verhinderte Schlimmeres

Feuer bei Firma Tönsmeier in Lohfelden: Ursache für brennenden Müll steht wohl fest

Lohfelden. Am Mittwochabend hat es auf dem Gelände der Entsorgungsfirma Tönsmeier in Lohfelden gebrannt. Die Polizei vermutet, dass sich ein Müllberg selbst entzündet hat.

„Es ist ein Wunder, dass die Halle nicht in Schutt und Asche liegt. Das ist vor allem der Feuerwehr zu verdanken, die so schnell vor Ort war“, sagte Norbert Heipel am Donnerstagvormittag. Der 51-Jährige ist Bereichsleiter bei der Firma Tönsmeier, die auf die Verwertung von Wertstoffen spezialisiert ist. Am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr hatte die Brandmeldeanlage in einer Lagerhalle Am Fieseler Werk im Ortsteil Crumbach Alarm ausgelöst.

Brand einer Lagerhalle für Papier in Lohfelden

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Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Etwa 60 Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Lohfelden und Fuldabrück sowie von der Kasseler Berufsfeuerwehr waren bis 2 Uhr nachts im Einsatz. Sie holten das brennende Material mit Bagger und Radlager aus der Halle und zogen die „Abfallpakete“ draußen auseinander, um das Feuer zu löschen. „Der gepresste Müll hat auf einer Fläche von 50 Quadratmetern in einer Höhe von sechs Metern gebrannt“, erklärte Einsatzleiter Jan Moog. Da der in der Halle gelagerte Gewerbeabfall und nicht die Halle selbst brannte, entstand laut Polizeisprecher Torsten Werner nur ein geringer Sachschaden am Gebäude. Wie Werner mitteilte, ist die Brandursache vermutlich eine Selbstentzündung. Die Wärmebildkamera der Feuerwehr habe gezeigt, dass einer der zusammengepressten Müllberge von innen heraus nach außen gebrannt habe.

Bereichsleiter Heipel hat die Nacht durchgemacht, zusammen mit vier weiteren Mitarbeitern. Sie haben den Einsatzkräften dabei geholfen, den brennenden Müll aus der Halle zu holen. Heipel ist sichtlich erleichtert, dass alles glimpflich ausgegangen ist: „Es hat alles funktioniert: die Brandmeldeanlage, die Meldekette. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für die Bevölkerung.“ Das Löschwasser wurde von der Firma Tönsmeier aufgefangen und wird nun fachgerecht entsorgt, damit auch keine möglichen Verunreinigungen ins Grundwasser gelangen.

Seit Donnerstagnachmittag herrscht bei Tönsmeier wieder Normalbetrieb.

Rubriklistenbild: © Peukert

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