Feuer in Tierfutterhandel

Großbrand in Lohfelden: "Es war gespenstisch"

Vollmarshausen. Eine Industriehalle hat in der Silvesternacht im Lohfeldener Ortsteil Vollmarshausen gebrannt. Besorgniserregend sei die Situation gewesen, berichten Anwohner.

Nach Angaben von Polizeihauptkommissar Helmut Gantner war eine Silvesterrakete durch ein Fenster in die Geschäftsräume des Tierfutterhandels in Vollmarshausen gelangt und hatte das Gebäude in Brand gesetzt. Der Schaden beläuft sich auf rund 800.000 Euro.

Neben der Feuerwehr aus Lohfelden mussten auch die umliegenden Feuerwehren Söhrewald, Kaufungen, Fuldabrück, Kassel und Baunatal zum Löschen des Großbrandes hinzugerufen werden. Im Einsatz waren über 140 Feuerwehrleute. Sie waren mit drei Drehleitern vor Ort.

Zwei Tage nach dem Feuer: Die Brandruine in Lohfelden

Ein großes Problem war auch der extreme Nebel. Die Einsatzkräfte auf der Drehleiter mussten einmal ihre Arbeit einstellen, weil man die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte. Auch die Anfahrt zur Einsatzstelle war sehr schwierig. Der Nebel war an manchen Stellen so dicht, das es zu Sichtweiten unter fünf Metern kam. Besonders gefährlich weil feierfreudige Personen plötzlich auf den Strassen auftauchten um ihr Feuerwerk abzubrennen.

„Der rote Himmel war weithin sichtbar“, schildert ein Anwohner die Lage in der Nacht. Ein anderer bezeichnete die Situation als „gespenstisch und besorgniserregend“. Eine junge Mutter musste die ganze Nacht über die Kinder beruhigen, die sich vor dem Großbrand fürchteten. Sie dürften nicht die Einzigen gewesen sein, die zum Jahreswechsel kein Auge zubekommen haben.

Lohfelden: Großbrand in Industriehalle

Die abgebrannte Lagerhalle an der Weserstraße im Lohfeldener Ortsteil Vollmarshausen ähnelte am Donnerstagmorgen einem Schlachtfeld: Eingestürzte Dachteile, verkohlte Regale, geschmolzene Fassadenbleche, Wasser überall – das einstige Gebäude in dichter Wohnbebauung wurde komplett zerstört.

Insgesamt verzeichnete das Polizeipräsidium Nordhessen zum Jahreswechsel etwa 150 Einsätze. Darunter waren zahlreiche Streitigkeiten, oft ausgelöst durch betrunkene Randalierer. (Hessennews.TV/abe/jop)

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