Jetzt hat der Betrieb den Hessenpokal gewonnen

Fleischerei Sturm aus Lohfelden hat in 30 Jahren über 100 Auszeichnungen bekommen

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Stolz auf ihre Waren: Bernd (links) und Fabian Sturm von der Fleischerei Sturm in Lohfelden freuen sich über den Gewinn des Hessenpokals. Diese Auszeichnung bekommen sie beim Hessentag Ende Mai in Korbach verliehen. 

Lohfelden/Fuldabrück. Pokale, Medaillen und Urkunden zu gewinnen, ist für die Fleischerei Sturm aus Lohfelden nichts Neues: Über 100 Auszeichnungen hat der familiengeführte Betrieb in den vergangenen 30 Jahren seit seinem Bestehen schon erhalten.

Jetzt kommt noch der Hessenpokal dazu. Den bekommen Betriebe, wenn der Fleischerverband Hessen in seiner jährlichen Sensorik-Veranstaltung fünf oder mehr Produkte einer Fleischerei mit Urkunden auszeichnet.

„Wir haben sieben Waren eingereicht und alle sind ausgezeichnet worden“, sagt Inhaber Bernd Sturm. „Das war eine Trefferquote von 100 Prozent.“ Für die Lohfeldener Fleischerei ist das schon fast Normalität: „Wir machen jedes Jahr bei unterschiedlichen Wettbewerben mit und gewinnen eigentlich immer was“, freut sich Sturm über seinen Erfolg. Und natürlich sind die Sturms auf jeden Titel stolz.

Für den Betrieb bedeutet das nicht nur ein Pluspunkt beim Gewinnen und Halten von Kunden. „Es ist auch eine Kontrolle für uns selbst. Wir geben uns Mühe und sehen die Arbeit durch die Auszeichnungen bestätigt.“

Welche Produkte ein Betrieb beim Fleischerverband einreicht, ist ihm selbst überlassen. Sturm hat sich bewusst für Dinge entschieden, die nichts mit Ahler Wurscht zu tun haben. Damit hat er nämlich bereits Preise abgesahnt. „Diesmal haben wir Schinkenwurst, Pfefferbeißer, Jagdwurst, Blutwurst, Leberwurst und Polnische Würstchen testen lassen“, sagt Sturm.

Der 58-Jährige ist stolz darauf, dass in seinem Betrieb noch selbst geschlachtet wird – zweimal die Woche, insgesamt 30 Schweine. „So können wir auch Produkte herstellen, für die ganz frische Materialien gebraucht werden.“ 98 Prozent seiner Wurstwaren würden selbst produziert, nur Dinge wie Serrano- und Parmaschinken zugekauft.

Mit zum Betrieb gehört neben weiteren 22 Mitarbeitern auch Sohn Fabian Sturm. Er ist 25 Jahre alt und bereits Meister. „Ich kümmere mich ums laufende Geschäft und unseren Partyservice“, sagt er. Damit ist er die fünfte Generation, die in der 1930 gegründete Fleischerei mitarbeitet.

1950 hatten Bernd Sturms Eltern den Betrieb übernommen, seit 1999 ist er selbst verantwortlich. Sein Sohn Fabian hat direkt nach seiner verkürzten Ausbildung zum Metzger die Meisterschule absolviert. „Früher war für mich nicht klar, mit in den Betrieb einzusteigen“, sagt er. „Doch dann hat mir die Arbeit immer mehr Spaß gemacht.“ So ergänzt er nun das Angebot der Fleischerei mit seinen Ideen und stellt gern Dinge wie Puten-Ananas-Spieße und griechische Schlemmersteaks her.

Die Fleischerei hat eine Filiale in Lohfelden an der Hauptstraße und in Fuldabrück-Bergshausen an der Flughafenstraße. Der Hessenpokal wird den Sturms beim Hessentag Ende Mai in Korbach verliehen.

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