Gebäude von SMA

Familie zieht in ein Haus, das sich selbst mit Energie versorgt

Sind gespannt, wie sie mit dem System im Dynahaus zurechtkommen: Jonas, Frank Freitag, Ann-Katrin, und Daniela Freitag (von links). Sie ziehen noch vor Weihnachten in das Energie-Speicher-Plus-Haus in Lohfelden ein. Foto: Zgoll

Lohfelden. Vier Monate lang wurde gesucht, jetzt steht der Sieger fest: Die vierköpfige Familie Freitag zieht in das sogenannte Energie-Speicher-Plus-Haus in Lohfelden ein.

Das soll aus energetischer Sicht moderner nicht sein und sich komplett selbst mit Energie versorgen können. „Wir sind total gespannt, wie das wird“, freut sich Familie Freitag auf das kommende Jahr.

Dass sie jetzt einziehen darf, liegt vor allem an deren Begeisterung für Technik, wie Dynahaus als Bauherr auf Anfrage der HNA mitteilte: „Die brennen darauf, alles kennenzulernen, sehen es als Chance, sich mit der Technik bekannt zu machen.“ Mehr als 100 Familien hatten sich beworben, das Haus im Holzweg / Ecke Eschweger Straße ein Jahr mietfrei bewohnen zu können. Gemeinsam mit sechs anderen Bewerbern kam es dann zum großen Casting. „Dort haben wir dann schon schnell festgestellt, dass diese Familie geeignet und sehr sympathisch ist“, heißt es bei Dynahaus.

Urlaub für den Umzug

Zur Familie: Das sind die Eltern Frank und Daniela sowie deren Kinder Ann-Katrin (14) und Jonas (10). Bisher wohnen die vier auch schon in Lohfelden, werden noch vor Weihnachten in ihr neues Domizil einziehen. Vater Frank hat vor dem geplanten Umzug in der Woche vor Weihnachten bei seinem Arbeitgeber VW in Baunatal extra Urlaub eingereicht, um Kisten zu packen und die Möbel transportfähig zu machen. Seine 45-jährige Frau Daniela arbeitet als selbstständige Nageldesignerin, die Kinder gehen zur Schule. Mit einziehen wird auch Hund Oskar.

„Wir haben uns schon länger damit beschäftigt, wie man das Eigenheim energetisch modernisieren könnte“, erzählt Daniela Freitag. An ihrem Reihenhaus seien jedoch keine umfassenden Veränderungen möglich gewesen, weshalb das Dynahaus gerade zur rechten Zeit kam: „Wir müssen jetzt nur mal schauen, was wir mit unserem jetzigen Heim machen“, sagt Daniela Freitag und lacht. Neben einer Vermietung komme auch ein Verkauf infrage, „denn unser Ziel ist es schon, das Dynahaus mit einer Wohnfläche von 140 Quadratmetern zu kaufen“. Der Preis liege bei gut 380 000 Euro.

Die ganze Familie wird ab Januar testen, ob es tatsächlich möglich ist, mittels der Technik des Solartechnikherstellers SMA aus Niestetal, die in einem roten Würfel neben dem Haus untergebracht ist, ohne zusätzliche Hilfe ihren Energieverbrauch zu decken – und das, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Einmal im Monat werden sie im Blog www.sma-sunny.com von ihren Erfahrungen berichten.

Sohn Jonas freut sich auf den Umzug, ist jedoch weniger von der Technik als von dem Garten begeistert: „Da habe ich genug Platz zum Fußballspielen.“

Von Constanze Wüstefeld

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