Strafprozess gegen Entenquäler noch offen: Gericht prüft Verfahren

Lohfelden/Kaufungen. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen prüft jetzt die Staatsanwaltschaft Kassel, ob gegen die jugendlichen Entenquäler Anklage erhoben wird, die Anfang Juli in Lohfelden mit lebenden Enten Fußball gespielt hatten.

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Zwei Tiere waren dabei zu Tode gekommen. Die Polizei hatte vier Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren aus Söhrewald, Lohfelden und Kaufungen ermittelt. Einer hat in den Vernehmungen zumindest zugegeben, er habe zutreten wollen, die Ente aber nicht getroffen.

Laut Oberstaatsanwalt Dr. Götz Wied werde zurzeit geprüft, ob gegen vier Täter – drei Jugendliche unter 18 Jahre und ein Heranwachsender mit 18 Jahren – Anklage erhoben werden soll. Dies werde in zwei Wochen feststehen. Anschließend werde ein Gericht darüber entscheiden, ob ein Strafverfahren eröffnet wird.

Vorgeworfen wird den Tätern ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Nach Paragraf 17 wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe belegt, wer Wirbeltiere ohne vernünftigen Grund tötet. Bei heranwachsenden und jugendlichen Tätern sei als Strafe auch eine Arbeitsauflage möglich, sagte der Oberstaatsanwalt.

Der Fall hatte in der Öffentlichkeit für große Empörung gesorgt. Die Täter haben ausländische Wurzeln; HNA-Informationen, wonach es sich um Russlanddeutsche handelt, wollte die Polizei nicht bestätigen. (hog)

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