Vortrag über Klimaschutz

Interview mit Umweltexperten: „Klima ist heftiger geworden“

Lohfelden. Was haben Starkregen und Hitze mit dem Klima in Nordhessen zu tun? Das erklärt Sebastian Kupski vom Institut für Klima- und Energiekonzepte im Interview.

Bei dem Vortrag „Vom Klimaschutz bis zur Klimaanpassung – vom Mensch bis zum Baum“ am Montag, 6. November im Bürgerhaus Lohfelden, werden diese und weitere Fragen von den Referenten Sebastian Kupski (Institut für Klima- und Energiekonzepte) und Volker Lange (Umwelt- und Gartenamt Kassel) behandelt. Wir haben im Vorfeld mit Sebastian Kupski über unser Klima in Nordhessen gesprochen.

Herr Kupski, wie hat sich unser Klima in den vergangenen Jahren verändert?

Sebastian Kupski: „Das Klima ist in den vergangenen Jahren heftiger geworden. Hitzeepisoden wie in den Jahren 2003 und 2010 oder Starkregen wie in 2014, als die Drusel in Kassel überflutet wurde, werden in Zukunft häufiger werden. Durch die Klimaveränderung verdichteten sich solche Ereignisse in den Ballungszentren.“

Was hat der Mensch mit der Klimaerwärmung zu tun?

Kupski: „Vor allem die Industrie, Treibhausgase und Autoabgase, für die der Mensch verantwortlich ist, sind die wichtigsten Ursachen für den Temperaturanstieg und damit die Klimaveränderung.“

Wie macht sich der Klimawandel in Nordhessen bemerkbar?

Kupski:„Bei Starkregen treten immer häufiger Bäche über die Ufer und Sachgüter werden beschädigt. Langanhaltende Dürreperioden führen hingegen in Land- und Forstwirtschaft zu Problemen. Große Hitze hat außerdem Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen.“

Welche weiteren Probleme bringt die Klimaerwärmung mit sich?

Kupski: „Die Biodiversität, die biologische Vielfalt, geht verloren. Durch die Klimaerwärmung finden nun auch Insekten und Raupen aus Südeuropa bei uns einen Lebensraum. Da sie bei uns keine natürlichen Feinde haben, können sich manche Schädlinge hier ungestört einnisten.“ 

Zur Person:

Sebastian Kupski

Sebastian Kupski (38) hat von 2001 bis 2008 an der Universität Kassel Stadtplanung studiert. Anschließend war er mehrere Jahre in der Forschung und Wissenschaft tätig. Im Jahr 2013 (bis 2017) gründete Kupski gemeinsam mit Lutz Katzschner, Wiebke Kirchhof und Jochen Steube das Institut für Klima- und Energiekonzepte (INKEK), dessen Ziel es ist, den Klimaschutz und die Klimaanpassung gemeinsam zu bearbeiten, um Konfliktpunkte im Planungsprozess zu vermeiden und Synergieeffekte zu erzeugen. Seit 2017 ist Sebastian Kupski Geschäftsführer des Instituts. 

Mehr zu diesem Thema gibt es am Montag, 6. November im Bürgerhaus Lohfelden (Familienraum). Veranstalter: Arbeitskreis Umwelt- und Naturschutz der lokalen Agenda 21. Beginn: 18 Uhr.

Rubriklistenbild: © Foto: dpa

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