„Eine ganze Menge erreicht“

20 Jahre Ausländerbeirat in Lohfelden – Internationales Fest am Sonntag

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Vor zehn Jahren: 2004 feierte der Ausländerbeirat sein 10-jähriges Bestehen. Auf dem Bild vom Jubiläum im Bürgerhaus sind unter anderen zu sehen: Bezhet Tafoski (vorn von links) und Fatmir Alili sowie Marie Jose Kuhn (vorn rechts), die von 1998 bis 2007 Vorsitzende war.

Lohfelden. Der Ausländerbeirat in Lohfelden besteht seit 20 Jahren. Das wird am Sonntag, 1. Juni, beim Internationalen Fest auf dem Rathausvorplatz in Lohfelden gefeiert. Dort gibt es einen bunten Reigen mit orientalischen und indischen Tänzen, brasilianischer Samba und Köstlichkeiten aus aller Welt.

Alle Bürger der Gemeinde seien zu dem Fest mit den ausländischen Einwohnern in diesem Jahr besonders herzlich willkommen, sagte Fatmir Alili, Vorsitzender des Lohfeldener Ausländerbeirats. Dort könne man „Begegnungen und Gespräche zwischen den Menschen führen zum besseren Kennenlernen und helfen, Ängste oder Vorurteile abzubauen“.

Der aus Mazedonien stammende VW-Mitarbeiter und Gemeindevertreter der SPD stand auch 1994 bei der Gründung an der Spitze der kommunalen Ausländervertretung. Heute vertritt der Ausländerbeirat 1200 ausländische Einwohner aus insgesamt 85 Nationen in Lohfelden.

Der Beirat habe in den zwei Jahrzehnten in Lohfelden einiges erreicht, sagte Alili: „Dazu gehören das Antragsrecht im kommunalen Bereich, ein Grabfeld für Menschen muslimischen Glaubens, die Betreuung von Asylheimen und Deutschkurse an der Vhs.“

An der Kita Fröbelweg sei man mit einer Honorarkraft Vorreiter der Sprachförderung für Kleinkinder gewesen, so der Vorsitzende weiter, der in der Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen auch den künftigen Aufgabenschwerpunkt sieht.

Als Höhepunkt im Streben für mehr Integration ausländischer Einwohner in Lohfelden bezeichnete Alili das Projekt „Parkstraße“, für das die Gemeinde vor vier Jahren mit dem Hessischen Präventionspreis ausgezeichnet wurde. Bei dem Projekt arbeitete der Ausländerbeirat eng mit der Gemeinde, Sozialarbeitern, der Wohnungsgesellschaft GWH, der Polizei und anderen Stellen zusammen, um Konflikte in der dicht bebauten Parkstraße zu entschärfen.

Man blicke insgesamt mit Stolz auf die 20-jährige Arbeit zurück, sagte Alili. Jetzt hoffe man auf Fortschritte bei den Bestrebungen für die Anerkennung der doppelten Staatsbürgerschaft für ausländische Einwohner. Das würde ihnen das Leben in Deutschland leichter machen, so Alili.

Auf dem Programm des Internationalen Fests am 1. Juni stehen Beiträge von Musik- und Folkloregruppen aus vielen Ländern, Kinderspiele mit der Jugendfeuerwehr und ein Luftballon-Weitflugwettbewerb. Die Schirmherrschaft hat Vizebürgermeister Klaus Steffek (SPD) übernommen, Moderatorin ist Majlinda Zenku.

Für den 25. Juni (Beginn 19.30 Uhr) kündigte Alili eine Kunstausstellung im Lohfeldener Rathaus mit der aus Russland stammenden Malerin Marina Eimer an.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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