Kabarettist Sens: Casanova traf Publikumsgeschmack

Kulturfrühling in Lohfelden mit „Casanova-Prinzip“ eröffnet: Kabarettist Michael Sens begeistert am Samstagabend sein Publikum im Bürgerhaus. Foto: Wohlgehagen

Lohfelden. Gelungener Auftakt für den Lohfeldener Kulturfrühling: Am Vorabend des internationalen Frauentages begeisterte der Berliner Künstler Michael Sens das Publikum im Bürgerhaus.

Mit im Gepäck hatte er einen amüsanten kabarettistischen Streifzug durch so beliebte Comedy-Themen wie die Liebe, den Unterschied zwischen Frau und Mann sowie Geschlechterrollen.

Das Programm „Casanova-Prinzip“ traf den Geschmack der überwiegend weiblichen Besucher und einiger männlicher Begleiter, die den fast ausverkauften großen Saal am Samstagabend füllten.

Es ginge mehr ums Prinzip als um den italienischen Abenteurer, versprach der Kabarettist, als er die „versammelte erotische Elite Lohfeldens“ willkommen hieß. Auf spaßige Interaktionen mit einer Besucherin in der ersten Reihe („Ich hatte noch nie eine Mathelehrerin“) folgten Tipps für Mann und Frau und eine spaßige Anleitung für Liebesbriefe. Und dieser Vergleich: Männer brauchten tausend Wörter, um Frauen erotisch zu stimmen. „Umgekehrt reichen sechs Silben, wie ich habe kein Höschen an“, ließ der Comedian die Besucher wissen.

Michael Sens, der Musik und Gesang studiert hat, überzeugte auch am Flügel und an der Geige. Ein Höhepunkt des Abends war eine absolut authentische Udo-Lindenberg-Parodie. Die fand auch Helma-Maria Rehlinghaus (56) „unheimlich gut“. Ihr habe das Programm insgesamt sehr gut gefallen, sagte die Besucherin aus Lohfelden. „Fragen Sie mich bitte nicht, ob ich Andre Rieus Bruder bin“, so Michael Sens, der dem berühmten niederländischen Orchesterleiter durchaus ähnlich sieht und selbst mit einem perfekten Geigensolo brillierte.

Eine kabarettistische Einlage als Holzhacker mit freiem Oberkörper war dann aber mehr von Klamauk geprägt, als „genug Holz vor die Hütte“ zu bringen.

Die Besucher im Bürgerhaus erlebten Musik-Kabarett vom Feinsten mit einem charmanten Künstler und witzigen Pointen. Zuvor hatte Vizebürgermeister Klaus Steffek den „Kulturfrühling“ und den Abend mit Michael Sens eröffnet. Die Frauenbeauftragte der Gemeinde Karin Schnell kritisierte, dass die Gleichstellung der Geschlechter noch keine Realität sei.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.