Arbeiten finden nur nachts statt

A7: Am Kreuz Kassel-Mitte wird Einfädelspur gebaut

Gefahrenpunkt am A7-Kreuz Kassel-Mitte wird entschärft: Die Bauarbeiten für einen Beschleunigungsstreifen zur Auffahrt auf die A7 in Richtung Norden haben begonnen. Allerdings wird wegen des starken Verkehrs nur nachts gearbeitet. Der Bagger ist im Hintergrund in Bildmitte zwischen rechtem Fahrbahnrand und der neuen Lärmschutzwand bei Lohfelden zu sehen. Foto: Schindler

Lohfelden/Kassel. Die Bauarbeiten zur Errichtung eines Beschleunigungsstreifens am Autobahnkreuz Kassel-Mitte zur Auffahrt auf die A7 in Richtung Norden haben begonnen.

Die angekündigten Bauarbeiten zur Errichtung eines Beschleunigungsstreifens am Autobahnkreuz Kassel-Mitte zur Auffahrt auf die A7 in Richtung Norden haben jetzt begonnen. Das hat Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus auf Anfrage der HNA bestätigt. Seit der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag seien die Bauarbeiten im Gange. Am Mittwoch kommender Woche solle die Beschleunigungsspur fertiggestellt sein.

Gearbeitet wird jeweils nur nachts, weil am Tage sehr viele Fahrzeuge auf der A7 unterwegs sind und man den Verkehr nicht weiter einschränken möchte. Die Auffahrt kann auch während der nächtlichen Arbeiten befahren werden. An diesem Samstag werde wegen des erwarteten starken Ferienrückreiseverkehrs auch während der Nacht nicht gearbeitet.

Geplant ist laut Sinemus der Bau eines 120 Meter langen Beschleunigungsstreifens. Dazu wird die Betongleitwand nach außen in Richtung Lärmschutzwand bei Lohfelden versetzt. Ein Flutgraben und ein Kanal müssen überbaut werden. Zuletzt wird eine Tragdeckschicht aufgebracht.

Die Kosten bezifferte Sinemus mit einem mittleren fünfstelligen Betrag. Mehrkosten seien dies nicht, denn sie wären auch entstanden, wenn man die Einfädelspur schon früher gebaut hätte. An der Auffahrt zur A7 hatte es in den vergangenen Wochen wiederholt Kritik gegeben. Verkehrsteilnehmer hielten der Verkehrsbehörde Hessen Mobil vor, eine gefährliche Situation geschaffen zu haben.

In der Tat hat es an der Einmündung seit dem Wegfall der Einfädelspur durch die Baustelle Mitte März wiederholt gekracht. Die Polizei registierte laut Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch ein halbes Dutzend Unfälle an der Auffahrt, Personen seien dabei bisher nicht verletzt worden.

Gegenüber der HNA beschrieben Autofahrer, wie sie nur knapp einem Unfall entgangen sind, weil sie erst im letzten Moment realisierten, dass es gar keine Beschleunigungsstrecke mehr gibt und sie sich unvermittelt auf der rechten A7-Spur befanden. Dort bewegt sich nahezu ununterbrochen eine Schlange von Lastwagen, die Einfahrt ist daher schwierig.

Hessen Mobil reagierte vor zwei Wochen und errichtete als Sofortmaßnahme blinkende Warnlampen und den Hinweis „Kurze Auffahrt“.

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