Lkw-Verkehr in Lohfelden: Anlieger fordern neue Zählung

Anwohner verlangen eine neue Verkehrszählung: Heidi Rudolph (von links), Rudi Gippert (CDU) sowie die Anwohner Kurt Nolte und Walter Berthel (SPD) werfen Hessen-Mobil vor, die Ende April/ Anfang Mai vorgenommene Lkw-Zählung in Ochshausen sei aus mehreren Gründen nicht aussagekräftig. Foto: Wohlgehagen

Lohfelden. „Die Stellungnahme von Hessen-Mobil überzeugt mich überhaupt nicht", sagt Rudi Gippert (CDU).

Der Gemeindeälteste aus Lohfelden bezeichnet die Verkehrsmessungen des hessischen Straßenverkehrsmanagements im Rahmen des Lkw-Fahrverbots gegenüber der HNA als „nicht seriös und nicht repräsentativ“.

Ende April/Anfang Mai habe eine der beiden Zählplatten in der Ochshäuser Dorfstraße an zwei Tagen gefehlt, „darunter war auch ein Werktag“. Er habe dafür Zeugen, versicherte Rudi Gippert zu einer gegenteiligen Stellungnahme von Hessen-Mobil.

Wie viele Bürger spricht sich Gibbert für eine Wiederholung der Messungen aus. Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten, sollten die Fahrzeuge jeweils beidseitig am Zebrastreifen an der Gaststätte Rode und am Übergang vor der ehemaligen Gaststätte Oppermann gezählt werden, schlug der an der Ochshäuser Dorfstraße wohnende langjährige Gemeindevertreter vor.

Zuvor schon hatte die Bürgerinitiative Ochshausen grundsätzliche Zweifel an den Messergebnissen geltend gemacht. Hauptansatzpunkt der Kritik ist der Zeitpunkt der Messungen vor dem Maifeiertag und während des ersten Mai-Wochenendes, an dem viele Arbeitnehmer einen Kurzurlaub verbringen und das Lkw-Aufkommen entsprechend zurückgehe.

Der von Hessen Mobil gemessene geringe Lkw-Anteil von 5 bis 7 Prozent verwundere deshalb nicht, hieß es.

Den lärm- und abgasgeplagten Bürgern, die keine Notwendigkeit für Lkw-Fahrten durch Lohfelden sehen, geht das vom Regierungspräsidium erwogene Nachfahrtverbot nicht weit genug. Sie wollen auch tagsüber entlastet werden und fordern auch vom hessischen Verkehrsminister Tarek Al Wazir (Grüne) entsprechende Maßnahmen.

Die Bürgerinitiative belegt ihre Forderung nach eigenen Angaben mit Verkehrszählungen der Gemeinde Lohfelden, die 8000 Fahrzeugbewegungen täglich ermittelt hat und jetzt auch mit einem schweren Verkehrsunfall vor zwei Wochen in der Eschweger Straße.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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