Lohfelden bekommt einen neuen Rewe-Markt

Bald neu: Der alte Rewe-Markt an der Berliner Straße/Langen Straße in Lohfelden wird durch einen neuen ersetzt.

Lohfelden. Nicht zuletzt für Bürgermeister Uwe Jäger (SPD) ist es ein langersehnter Moment: Nach mehreren Jahren steht nun fest, dass wieder ein Nahversorger nach Lohfelden kommt. Der leerstehende Rewe-Markt an der Langen Straße wird abgerissen, und ein neuer hochgezogen.

Nachdem die Firma Schoof Immobilien mit Sitz im südhessischen Neu Isenburg die Hauptfläche des Grundstücks von der damaligen Eigentümerin gekauft hatte, geht es nun noch um eine 800 Quadratmeter große Fläche, die der Gemeinde gehört. Am Donnerstag, 19.30 Uhr, entscheiden die Gemeindevertreter, ob die Fläche an Schoof Immobilien verkauft werden soll. Damit wäre dann der Weg für den Neubau eines neuen Rewe-Marktes geebnet. Laut Noor Sharaf, Projektentwickler der Firma Schoof Immobilien, ist der Mietvertrag mit dem neuen Betreiber bereits unterzeichnet.

TÜV-geprüfter Markt

Sharaf war bereits gestern Abend in Lohfelden zu Gast. Auf der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt präsentierte er das neue Konzept. Da der neue Rewe-Markt eine komplett neue Bauweise haben wird als der alte, dessen Reste noch immer an der Ecke Lange Straße/Berliner Straße stehen, muss dieser abgerissen werden. Das Gebäude werde höher als der bisherige Markt und ausgestattet mit eine Energiesparsystem. „Der Markt wird am Ende vom TÜV für die Energiesparmaßnahmen zertifiziert“, so Sharaf.

Der neue Markt könnte in etwa so aussehen, wie der neue Rewe-Markt in Neu Isenburg.

So wie innen wird das neue Gebäude auch äußerlich den aktuellen Rewe-Märkte entsprechen. Das langgezogene Rechteck mit Flachdach wird in den Farben rot-weiß erscheinen und mit Holz verziert. Etwa 1400 Quadratmeter der 2000 Quadratmeter großen Mietfläche sind für Verkauf und Lager gedacht, außen entstehen etwa 60 Parkplätze, berichtet Sharaf. „Der jetzige Markt wird um 90 Grad gedreht, sodass der Eingang künftig auf Seite der langen Straße liegt, die Parkplätze zur Berliner Straße hin“.

Sofern die Gemeindevertreter am Donnerstag dem Verkauf der restlichen 800 Quadratmeter zustimmen, werde man den Abriss genehmigen. Bis zu drei Monate könne es dauern, bis die Genehmigung da ist. Der Abriss selbst wird etwa acht Wochen dauern, so Sharaf, danach könne man den Bauantrag stellen. Auf einen genauen Zeitplan wollte er sich im HNA-Gespräch nicht festlegen. Auch den vorläufigen Bauplan wolle man noch nict veröffentlichen, da sich erfahrungsgemäß aus Gesprächen mit dem Betreiber noch Änderungen ergeben.

Lidl war die Fläche zu klein

Bürgermeister Uwe Jäger bangt nun, dass die Gemeindevertreter dem Verkauf der Fläche zustimmen. „Damit endlich wieder ein Nahversorger da ist“. Jäger merkt an, dass die Planungen aufgrund der Topografie „gar nicht so einfach“ gewesen seien.

Neben Rewe hatte auch der Discounter Lidl Interesse, sich an dem Standort anzusiedeln. Bereits im Dezember hatte es von Seiten der südhessischen Immobilienfirma geheißen, dass die Entscheidung von der Größe der Parkplätze abhängig sei. Lidl hatte sich schließlich dagegen entschieden, weil der Discounter mehr Parkplätze haben wollte.

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