ASB kauft Kulturhalle: Aus Gaststätte wird Mehrgenerationenhaus

Mehrgenerationenhaus und Tagespflege: Der Hotel- und Gaststättentrakt der Kulturhalle in Lohfelden wird an den Arbeiter-Samariter-Bund verkauft. Der Saal (rechts im Bild) bleibt im Eigentum der Gemeinde. Foto: Wohlgehagen/nh

Lohfelden. Jetzt ist es amtlich: Die Gemeinde Lohfelden verkauft das „Hotel Kulturhalle" an den Arbeiter-Samariter-Bund Hessen, der sein Mehrgenerationenhaus in die ehemalige Gaststätte verlegen will.

Im Obergeschoss des Gebäudes ist die Schaffung von Tagespflegeplätzen für Senioren vorgesehen.

Die Gemeindevertretung stimmte der Veräußerung des Hotelkomplexes - ohne den im Eigentum der Kommune verbleibenden Saal - an den ASB-Regionalverband Kassel-Nordhessen jetzt einmütig zu. Der Kaufpreis beträgt nach Informationen der HNA 258.000 Euro.

Das Mehrgenerationenhaus im Gebäude der ASB-Rettungswache in der Langen Straße platzt aus allen Nähten. Wie berichtet, soll es in der früheren Kulturhalle als selbst verwaltetes Nachbarschaftscafé und als Treffpunkt für Jung und Alt weiterentwickelt werden. Der ASB rechnet für den Umbau der Gaststätte mit Zuschüssen aus dem neuen europäischen Leitprogramm der Regionalförderung.

Die Errichtung der Tagespflegeplätze wird das Land Hessen voraussichtlich mit insgesamt 532 000 Euro fördern. Die Mittel sollen als Zuschuss und mit einem Teilbetrag von 319 700 Euro als zinsfreies Darlehen über die Gemeinde Lohfelden zur Verfügung gestellt werden. Auch die spätere Tilgung des Kredits läuft über die Gemeinde.

Das Durchleitungsverfahren stieß auf Kritik. Man müsse einmal darüber reden, wie das Land Hessen mit den Gemeinden umgehe, sagte Norbert Thiele. „Wir haben die Schulden im Haushalt, das Land hat sie nicht mehr“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. Das mache allen keine Freude, sei aber zur Finanzierung der Umbaumaßnahmen nicht zu umgehen, entgegnete Bürgermeister Michael Reuter (SPD).

Der Rathauschef unterstrich vor der Abstimmung, dass die vorgesehene Nutzung der ehemaligen Kulturhalle den Anwohnern zugutekommen werde. Das sei ein Gewinn für das Wohnquartier, sagte Reuter. (ppw)

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