Veranstaltungstechnik in Nische

Lohfeldener Lux AV ist der Profi für Mediziner-Kongresse

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Führen den Kongress- und Tagungsprofi Lux AV im medizinischen und pharmazeutischen Raum (von links): Sebastian Sattler, Kim Schlosser und Peter Hartmann. 

Veranstaltungs-, Übertragungs- und Kommuniklationstechnik für medizinische und pharmazeutische Kongresse sind das Spezialgebiet der mittelständischen Lux AV in Lohfelden. 

Wenn auf großen medizinischen Kongressen mit hunderten oder tausenden von Teilnehmern Operationen und neuartige Untersuchungen via Satellit live auf XXL-Bildschirme und viele kleine Monitore in die unterschiedlichen Tagungsräume übertragen werden, wenn mit Hilfe modernster Kommunikationstechnik interaktiv darüber diskutiert wird und wenn am Ende elektronische Abstimmungen erforderlich sind, dann sind die Veranstaltungstechniker der Lux AV GmbH nicht weit.

Denn die Spezialisten aus Lohfelden haben sich auf medizinische und pharmazeutische Kongresse sowie auf Präsentation von neue Präparaten und Geräten im In- und dem deutschsprachigen Ausland spezialisiert. Mit 60 Mitarbeitern und rund 800 Veranstaltungen im Jahr sieht sich das kleine Unternehmen nicht nur bundesweit als die Nummer eins in der lukrativen Medizinnische.

"Die Medizin- und Pharmabranche ist sehr speziell, und die Anforderungen sind es auch", erklärt Geschäftsführer Peter Hartmann, der 1989 als Prokurist zur Lux AV GmbH kam und seit 2002 deren Geschicke führt. Im kommenden Jahr will der dann 62-Jährige aufhören. Seine Nachfolge treten die beiden langjährigen Mitarbeiter Kim Schlosser (45) und Sebastian Sattler (38) an.

Hervorragender Ruf

Wer Lux AV bucht, weiß, was er bekommt: die gesamte Kongress- und Tagungsinfrastruktur, also Übertragungs- und Videotechnik, Ton und Licht, Kameras und Bildschirme, Kommunikations- und IT-Technik einschließlich der Spezialisten. "Wenn man was gut macht, kommen die Kunden immer wieder", sagt Hartmann. Die Geschäfte laufen nach seinen Angaben anhaltend gut. Lux AV habe in der Branche einen hervorragenden Ruf. Auch weil die Lohfeldener bei neuen Technologien immer vorweg marschieren. "Wir müssen immer auf dem neuesten Stand sein", betont Sattler. Lux AV sei bei neuen Übertragungsstandards und -techniken wiederholt der Vorreiter gewesen.

Aber auch Lux AV muss sich mitunter strecken. Denn laut Hartmann fordern die Kunden immer innovativere Technik ohne dafür bezahlen zu wollen. Ein Selbstläufer sei das Geschäft also nicht.

Der Veranstaltungsspezialist macht 80 Prozent seines Jahresumsatzes von sechs Millionen Euro in der Medizin- und Pharma-Nische. Der Rest entfällt auf Kunden aus Industrie, Finanzdienstleistungssektor und Beratungsbranche, Verbände, Institutionen und staatliche Stellen. Konzerte und Festivals sind das Geschäft der Lohfeldener nicht. "Das machen andere", erklärt Schlosser. Für Outdoor-Veranstaltungen sei man ohnehin nicht vorbereitet.

Lux AV macht 90 Prozent seines Geschäfts außerhalb der Region, weswegen die Lohfeldener in Berlin und Hamburg sowie in der Nähe Münchens Niederlassungen betreiben. Ziel der Geschäftsleitung ist es, die operativen Teams mehr und mehr in den Niederlassungen anzusiedeln, dort also, wo die Aufträge abgearbeitet werden müssen. Lohfelden soll als Sitz der Firma mit zentraler Planung und Lager erhalten bleiben. 60 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, davon zwölf Azubis. "Was wir machen, ist so speziell, dass wir selbst ausbilden müssen", sagt Hartmann.

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