Sportplatz im Nordhessenstadion

Für 500.000 Euro: Lohfeldener Fußballer bekommen neuen Kunstrasen

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Nehmen Maß: Kristina Juraschka vom Bauamt Lohfelden und Bürgermeister Uwe Jäger nehmen die Senken auf dem Kunstrasenplatz in Augenschein. 

Lohfelden. Unzählige Fußballer haben seit 1996 auf dem Kunstrasen auf dem Sportplatz im Lohfeldener Nordhessenstadion trainiert. Er soll ab dem Sommer umfangreich saniert werden.

Die Spuren der letzten über 20 Jahre sind inzwischen deutlich zu erkennen. „Auf dem Platz haben sich durch defekte Drainagen, die für die Wasserableitung zuständig sind, Senken gebildet“, sagt Kristina Juraschka vom Bauamt Lohfelden. Um den Sportlern weiterhin ein sicheres Spiel zu gewährleisten, müsse der Platz komplett erneuert werden.

„Die Entwässerung wurde, wie vorgesehen, erst in der Planungsphase begutachtet“, so Juraschka. Erst eine unterirdische Untersuchung mit einer Kamera enthüllte das wahre Ausmaß des Schadens an der Drainage, die mit 27 Jahren älter als der Oberbelag ist. Insgesamt wurden dafür fünf Bohrungen auf dem rund 7200 Quadratmeter großen Platz vorgenommen. „Noch mehr Löcher wären für die Spieler zu gefährlich“, sagt Bürgermeister Uwe Jäger (SPD).

Das hat Auswirkungen auf die Kosten: Ursprünglich wurden 300.000 Euro für den Ersatz des Kunstrasens veranschlagt. Durch die nicht vorhergesehene Neuanlage des Entwässerungssystems kommen Mehrkosten von 200.000 Euro zusammen. Trotzdem wurden die zusätzlichen Gelder von der Gemeindevertretung mit 22 Ja-, sechs Nein-Stimmen und einer Enthaltung bewilligt. „Es ist viel Geld. Aus politischen Gründen waren einige Gemeindevertreter gegen eine Sanierung“, so Jäger. Dabei sei man mit den Kosten noch im Rahmen, ein komplett neuer Platz würde gut das Doppelte kosten. „Wir bekommen das auf jeden Fall gestemmt“, ist er sich sicher. Zudem würden durch die Komplettsanierung die sporadisch notwendigen Reparaturen entfallen.

Abgenutzt: Der Platz wurde bereits mehrmals ausgebessert, wie der hier abgebildete Fünfmeterraum vor dem Tor.

Der Kunstrasen, der von den Fußballspielern des JFV Söhre und FSC Lohfelden genutzt wird, soll laut Jäger im mittelpreisigen Segment angesiedelt sein. „Der Spielbetrieb läuft bis Ende November, dafür braucht es einen Boden, der unempfindlich gegen Nässe ist.“ Acht bis zehn Wochen soll die Sanierung, die in den Sommerferien startet, dauern. Das bedeutet, dass die Baumaßnahmen über die Spielpause hinaus fortgeführt werden. „Die Mannschaften müssen für den Zeitraum der Bauarbeiten auf den Sportplatz in Vollmarshausen ausweichen“, sagt Jäger. Welche Firma die Bauarbeiten erledigen werde, sei noch nicht klar. Da die höheren Kosten noch nicht lange bekannt wären, würde die öffentliche Ausschreibung erst seit Kurzem laufen.

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