Lange Diskussion über Sparvorschläge

Lohfeldener Haushalt für 2018 mit knapper Mehrheit bewilligt

Lohfelden. Die Parlamentarier in Lohfelden diskutierten am Donnerstagabend ausführlich über Sparvorschläge. Letztlich wurde der Haushalt für 2018 mit einer knappen Mehrheit bewilligt.

Der Haushalt für 2018 in Lohfelden mit einem geplanten Plus von 430.000 Euro ist seit Donnerstagabend beschlossene Sache. Mit 19 Ja- und 17 Nein-Stimmen war es jedoch ein knappes Ergebnis. Im Vorfeld der Abstimmung gab es zwischen den Parlamentariern eine knapp zweistündige Diskussion über die – überwiegend von der CDU-Fraktion eingereichten – Sparvorschläge.

Die Stimmung kochte besonders hoch bei diesem Antrag: Nutzer der Sport-, Kultur- und Mehrzweckübungshalle sollen in Zukunft an den Reinigungsarbeiten beteiligt werden. Die Kosten dafür belaufen sich jährlich auf 72.000 Euro. Laut Beschlussvorschlag sollen die Nutzer entweder selbst zum Besen greifen oder 50 Prozent der Kosten übernehmen. Damit könnte die Gemeinde laut CDU-Fraktion 36.000 Euro pro Jahr einsparen.

Die SPD-Fraktion befürchtet eine Erhöhung der Vereins-Mitgliedsbeiträge: „Wir sollten die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, nicht noch zusätzlich belasten“, so Eike Bornmann. Auch bei Bürgermeister Uwe Jäger (SPD) sieht den Sparvorschlag kritisch: „Wir wollen in Lohfelden alle Vereine und Verbände gleich behandeln. Und das tun wir nicht, wenn wir Gebühren in drei Immobilien erheben.“

Verantwortung übernehmen

Miriam Würth-Kresevljak, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, sieht dies anders: „Ich finde, die Mitglieder von Vereinen und Verbänden müssen Verantwortung übernehmen. Dazu gehört auch, dass sie die Räume putzen, wenn sie diese genutzt haben.“ Ähnlich sieht es ihr Parteikollege John Jory: „Den Vereinen wird von der Gemeinde Lohfelden so vieles kostenfrei ermöglicht. Da können diese auch einen Schritt auf sie zugehen.“ Letztlich wurde der Antrag mit 19 Nein- und 17 Ja-Stimmen abgelehnt. Er war nicht der einzige: So stießen unter anderem auch die Schließung des Toilettengebäudes am Berliner Platz, der Sperrvermerk „jede frei werdende Personalstelle in der Gemeindeverwaltung wird für neun Monate nicht besetzt“ sowie die Gründung einer Kultur- und einer Immobilien-GmbH bei der Mehrheitsfraktion SPD auf keine Zustimmung.

In zwei Anträgen waren sich die Parlamentarier am Donnerstagabend jedoch einig: Das Wlan im Bürgerhaus soll Besuchern ab sofort kostenfrei zur Verfügung stehen soll – ohne zuvor einen Freischaltcode beim Hausmeister zu holen. Zudem soll im nächsten Jahr eine interfraktionelle Arbeitsgruppe über die Ziele der Gemeinde Lohfelden beraten.

In der Sitzung wurde zudem der Wirtschaftsplan der Gemeindewerke Lohfelden für 2018 bewilligt.

Rubriklistenbild: © dpa

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