Ein Jahr lang Deutschland vertreten

Lohfeldenerin will Miss Germany 2017 werden

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Lohfelden. Wenn Nadine Jasmine Dippel Miss Germany 2017 wird, dann wird sie ihr Studium erst einmal an den Nagel hängen. Mit 20 weiteren Mädchen, die bereits bei anderen Wahlen Titel gewonnen haben, fährt die 23-jährige Lohfeldenerin am 27. Januar in das Miss Germany-Camp.

Viel Erfahrung: Seit 2015 hat Nadine Jasmine Dippel schon mehrfach an Wahlen teilgenommen.

An der Wahl zur Miss Westdeutschland, die heute im Kasseler City Point stattfindet, und an der Wahl zur Miss Hessen am morgigen Samstag in Gießen, muss sie nicht mehr teilnehmen. Denn: Schon im Dezember 2016 hatte sie sich gegen 25 Mädchen durchgesetzt und erreichte den Titel „Miss Photogenic 2017“.

Ihr Ziel hat sie jetzt klar vor Augen: Im Miss Germany Camp auf Fuerteventura all das lernen, was sie bei der Miss-Wahl am 18. Februar zur „schönsten“ Frau Deutschlands macht. Im Camp stehen Fotoshootings, Filmaufnahmen, Training auf dem roten Teppich und dem Laufsteg sowie Interviews auf dem Programm. Im Europa Park Rust heißt es dann im Februar, die Jury zu überzeugen. Bewertet wird sie unter anderem von dem CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, Joey Kelly und dem Juristen und Schauspieler Ingo Lenßen.

Nervös ist sie nicht, sagt sie im Gespräch mit der HNA. Bei verschiedenen Wahlen hat sie ihre Wirkung bereits unter Beweis gestellt. Anfangs sei sie noch schüchtern gewesen, wurde auch mal von einem Trainer zurechtgewiesen: „Er sagte mir, ich solle mehr lächeln. Das hatte ich bei der Aufregung zeitweise vergessen.“ Die Erfahrung habe sie aber selbstbewusster werden lassen, erzählt Dippel, die seit 16 Jahren Handball bei der HSG Lohfelden spielt, dort 2015 die weibliche C-Jugend trainierte und ihrer Heimat auch über das Vereinsleben hinaus sehr verbunden ist.

Ihr größter Fan: Edith Broger unterstützt ihre Enkelin Nadine Jasmine Dippel aus Lohfelden bei ihrem Vorhaben, Miss Germany 2017 zu werden.

Seitdem sie im Dezember 2015 mit einem Online-Voting den Einstieg in das Geschäft mit der Schönheit fand, nimmt sie sich vor, sie selbst zu sein: „Eingebildet sein bringt einen nicht weiter.“ Unterstützt wird sie dabei von ihrem Partner, Freunden und der Familie – Dippel hat sechs Halbgeschwister und einen Zwillingsbruder. Ihr größter Fan ist allerdings Edith Broger - ihre Oma. Sollte Dippel Miss Germany werden, wird sie ihr Studium abbrechen oder pausieren und ein Jahr lang bei Wahlen präsent sein und Termine wahrnehmen.

Und wenn es nicht klappt? „Dann konzentriere ich mich wieder auf das Studium.“ Dippel absolviert ein duales BWL-Studium mit Schwerpunkt internationalem Handel in Mosbach (Baden-Württemberg) und arbeitet bei der Sagaflor AG in Kassel. Eine Modelkarriere strebe sie nicht an. „Das ist etwas anderes. Man präsentiert nicht sich selbst, sondern Kleidung.“ Auch eine Castingshow wie Germanys Next Topmodel schreckt sie eher ab. „Die Mädchen sind mir zu schlank.“ 

Hintergrund

Seit 90 Jahren wird jährlich der Titel „Miss Germany“ verliehen. 2016 haben sich 5155 Frauen zwischen 16 und 29 Jahren für 149 Vorentscheide der Miss Germany Corporation beworben. 22 Frauen haben es geschafft. Sie dürfen nun als Vertreterinnen für das jeweilige Bundesland oder die Länderregion an den Start gehen. Eine Jury wählt am 18. Februar 2017 erst die Top 8. Eine der Finalistinnen wird dann zur Miss Germany 2017 gekrönt.

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