Fertigstellung bis 2018

Noch keine Ruhe an der A7: Lücken in Schallschutzmauer

Blick von der Südtrasse der A7 auf die Lücke in der Schallschutzwand auf Lohfeldener Seite. Gut ist die deutlich niedrigere Glaswand auf der Brücke über den Waldauer Weg zu erkennen. Im weiteren Verlauf existiert bislang nur ein Erdwall bis zur Brücke über die Ochshäuser Dorfstraße (links oben im Bild). Ab 2018 soll die Lücke für 5,8 Millionen Euro geschlossen werden. Foto: Naumann

Lohfelden/Kassel. An der Autobahn 7 bei Lohfelden fehlt noch ein Stück Schallschutzmauer - Erst 2018 gehen die Bauarbeiten los.

Bis zu zwölf Meter hoch ragt die neue Schallschutzmauer entlang der A7 auf der Lohfeldener Seite in den Himmel. Fertig wurde der erste Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Kassel Mitte und dem Waldauer Weg bereits 2012. Ende 2014 folgte dann der zweite Teil bis rauf zur Anschlussstelle Kassel Ost.

Doch klafft bis heute eine Lücke in der Wand - über etwa 400 Meter Länge. Die Lücke erstreckt sich von der Autobahnbrücke Waldauer Weg bis zur Autobahnbrücke Ochshäuser Dorfstraße und noch rund 100 Meter weiter nach Norden, dorthin, wo sich hinter dem Schutzwall der Lohfeldener Aldi-Markt befindet.

Warten auf Lückenschluss

Die Anwohner, die im Ortsteil Ochshausen direkt hinter der Lücke leben, bekommen das zu spüren. Zwar existiert hier immer noch der alte Lärmschutz in Form von gut fünf Meter hohen Glaswänden auf den beiden Brücken und einem ebenso hohen Erdwall dazwischen.

Horst Sinemus

Doch schweift der Blick der Ochshäuser inzwischen neidisch auf die weiter südlich lebenden Nachbarn, die bereits seit bald drei Jahren hinter der zwölf Meter hohen Wand des ersten Bauabschnitts vor dem Autobahnlärm geschützt sind.

„Es wird einen Lückenschluss geben“, sagt Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil, „allerdings erst ab dem Frühjahr 2018.“ Vor allem wegen der Brücken sei dieser kurze Abschnitt noch nicht realisiert worden. „Aktuell würden die Bauwerke keine auf sieben Meter aufgestockte Schallschutzwände tragen können“, sagt Sinemus. Die Brücken müssten zunächst entsprechend verbreitert und verstärkt werden. „Dafür standen bislang noch keine Haushaltsmittel zur Verfügung.“ Deshalb sei hier noch kein Lärmschutz gebaut worden.

Inzwischen sei jedoch Geld für den Lückenschluss da - rund 2,7 Millionen Euro für die Schallschutzwände, 3,1 Millionen Euro für die Ertüchtigung der beiden Brücken über den Waldauer Weg und die Ochshäuser Dorfstraße.

Ein Jahr Autobahnbaustelle 

„Auf den Brücken werden die Wände sieben Meter hoch gebaut, auf dem Erdwall dazwischen neun Meter hoch“, sagt Sinemus. Aktuell liegen die Höhen bei fünf Metern.

Zur Vorbereitung des Lückenschlusses muss erneut komplett eine Autobahnbaustelle eingerichtet werden - in ähnlicher Größenordnung wie die aktuelle Baustelle im Zuge des Baus der Lärmschutzwand auf der Kasseler Seite. Insgesamt sind zwölf Monate für den Bau des 400 Meter langen Teilstücks veranschlagt.

Archivvideo: Recycling der Lärmschutzwände.

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