Wassermassen am Dienstagnachmittag

Mehrere Feuerwehren nach Unwetter in Lohfelden im Einsatz

Im Quellenweg: Vor allem hier waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt, Keller und Wohnungen auszupumpen.

Lohfelden. Land unter in Lohfelden: Mit rund 40 Einsätzen hatten 120 Feuerwehrleute aus Lohfelden und den Nachbarkommunen während und nach dem Unwetter am Dienstagnachmittag viel zu tun.

Artikel wurde aktualisiert um 18.30 Uhr - Die Wassermassen hatten Gullydeckel hochgedrückt, Autos drohten abzurutschen und Keller waren überflutet. Nach Informationen des Gemeindebrandinspektors Michael Kahl fiel im Quellenweg der Strom aus und damit auch die Telefonanlagen. Neben der Feuerwehr Lohfelden waren seit der ersten Alarmierung gegen 14 Uhr mit 20 Wagen Einsatzkräfte der Feuerwehren Söhrewald-Wellerode und Fuldabrück-Bergshausen tätig, vom Katastrophenschutz des Landkreises kamen Löschzüge aus Fuldatal und Baunatal hinzu. 

Das Wasser kam bis ins Schlafzimmer: Die Häuser der Anwohner im Quellenweg hatte es besonders heftig getroffen, wie dieses Bild belegt. Fotos: Birmes

Bis 17 Uhr, mit Einbruch einer zweiten Unwetter-Welle, waren etwa die Hälfte der Fälle abgearbeitet, so Kahl. Dazu gehörte das Abpumpen von Kellern und das Wiedereinsetzen von Gullydeckeln. „Das Wasser lief relativ schnell wieder ab, aber wegen der Trockenheit nahm der Boden kaum etwas auf“, so der Gemeindebrandinspektor. Die Autos, die abzusacken drohten, erforderten allerdings keinen Eingriff der Feuerwehr. „Die Situation stellt sich nicht als dramatisch heraus.“ Der zweite Regenguss war nach einer Dreiviertelstunde beendet. Zwar kamen noch einzelne Einsätze hinzu, bis Redaktionsschluss hatte es sich dabei aber um kleinere Einsätze gehandelt. Bis in die Abendstunden waren die Feuerwehleute allerdings noch damit beschäftigt, Keller auszupumpen. 

Hat es mit ihrer Familie alleine geschafft: Anna-Maria Eckhardt aus Lohfelden muss sich wohl von ihren Teppichen verabschieden.

Etwa im Quellenweg. „Unser Schlafzimmer im Keller steht komplett unter Wasser“, sagte Petra Hartmann. Das Wasser sei nicht nur durch die Fenster hineingeströmt, sondern auch aus der Toilette hochgekommen. „Die Feuerwehr hat schon einmal das Wasser abgeschöpft, trotzdem steht es immer noch knöcheltief.“ So eine schlimme Überschwemmung habe sie noch nie erlebt. „Bis das wieder in Ordnung ist, wird es noch dauern.“ 

Ganz ohne die Hilfe der Einsatzkräfte beseitigte Anna-Maria Eckhardt die knietiefe Überschwemmung. „Meine ganze Familie packt mit an“, so die Hausbesitzerin. „Alleine hätte ich das gar nicht schaffen können.“ In ihrer Garageneinfahrt türmten sich die Elektrogeräte und Habseligkeit, die sie im eller gelagert hatte. „Davon kann man nichts mehr retten“, sagte Eckhardt. Besonders betrübte sie der Verlust ihrer teurer Teppiche, die vollkommen durchnässt waren. 

Damit in der Zukunft so etwas nicht noch einmal passieren kann, hatte Anna-Maria Eckhardt bereits konkrete Pläne: „Am besten lasse ich das Garagentor zumauern.“

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