Vollmarshausen: Ganztagsschule wird für 6,7 Millionen Euro erweitert

Großer Greifer: Die alte Schule in Vollmarshausen wird abgerissen. Ein Flachbau ist bereits verschwunden. Eigentlich sollte diese Woche auch mit dem Abriss des großen Schulgebäudes von 1893 begonnen werden. Doch weil Spezialisten zuvor Schadstoffspuren von einer Feuerwehrübung beseitigen müssen, wird die Abrissbirne hier erst ab Mitte nächster Woche zuschlagen. Fotos: Wohlgehagen

Lohfelden. Viele haben hier die Schulbank gedrückt, jetzt wird die alte Schule in Vollmarshausen abgerissen.

Der Abbruch des aus dem Jahr 1893 stammenden Altgebäudes macht den Weg frei für eine nochmalige Erweiterung der Grundschule.

Insgesamt 6,7 Millionen Euro macht der Landkreis Kassel locker, um die baulichen Voraussetzungen für die Umwandlung in eine Ganztagsschule mit pädagogischer Mittagsbetreuung zu schaffen. Die Gemeinde Lohfelden ist an der Projektfinanzierung mit einem Zuschuss von einer Million Euro beteiligt.

Links alt, rechts neu: Kreissprecher Harald Kühlborn (links) und Ralf Franke informieren über die Baupläne.

Vor drei Jahren wurde der Schule bereits ein neuer Klassentrakt übergeben. Die grundlegende Sanierung der aus den 60er-Jahren stammenden Schulgebäude, in denen jetzt auch die Hortbetreuung stattfindet, schloss sich 2014 an.

Schon das neue Klassenhaus habe gezeigt, dass man mit den nach neuesten pädagogischen Anforderungen gebauten Räumen einen qualitativen Sprung für Schüler und Lehrer erreicht habe. „Jetzt schreiben wir die Planungsleistungen für ein Mehrzweckgebäude mit weiteren Klassenräumen und einer Mensa aus“, sagte der Leiter des Fachbereichs Schulen und Bauwesen beim Landkreis, Ralf Franke, vor Ort.

2017 fertig 

Spätestens 2017 soll das neue Gebäude fertig sein. Laut Kreissprecher Harald Kühlborn können die sanierten Gebäude und auch der Neubau vom kommunalen Hort mitbenutzt werden.

Der Altbau sei aufgrund eines Schimmelbefalls im Keller und des mit dem neuen Weg der Schule unvereinbaren räumlichen Zuschnitts nicht mehr zu halten gewesen, sagte Franke.

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Ehemalige Schüler begleiten den Abriss „ihrer Schule“ auch mit Wehmut. Wie Grundstücksnachbar Stefan Hibbeln (46), der 1974 in eine Vorschulklasse im Altbau eingeschult wurde: „Wir bekamen neulich einen Riesenschreck, als die Feuerwehr mit allem, was sie hat, hier anrückte“, sagte er. Gott sei Dank sei der schwarze Qualm nur zu Übungszwecken aus den Fensteröffnungen ausgetreten, so der Unternehmer. Wie viele andere Bürger begrüßt Hibbeln den Weg der Grundschule zu einer modernen Ganztagsschule, der letztlich auch den Schulstandort Vollmarshausen langfristig absichern soll.

Zum Einzugsbereich der Schule gehört seit einigen Jahren auch das Neubaugebiet am Lindenberg in Lohfelden. Eine weitergehende Änderung der Schulgrenzen sei nicht vorgesehen, sagte der Kreissprecher. Damit dürfte das Begehren der Schulgemeinde und des Kommunalparlaments, allein den Eltern die Entscheidung zu übertragen, ob sie ihren Kindern den Besuch der Regenbogenschule in Lohfelden oder der Ganztagsschule in Vollmarshausen ermöglichen, vom Tisch sein.

Nach Informationen der HNA steigt auch die Regenbogenschule ab September in den Ganztagsbetrieb ein.

Abriss der Alten Schule Vollmarshausen

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