Nadine Dippel: "Nur ein bisschen enttäuscht"

Miss Germany: Lohfeldenerin streift knapp am Siegertreppchen vorbei

Die 23-jährige Nadine Dippel aus Lohfelden verbrachte zehn Tage im Beauty Camp auf Fuerteventura.

Freiburg/ Lohfelden. Am Ende hatte Soraya Kohlmann bei der Miss Germany-Wahl am Samstagabend im Europapark Rust die Nase vorn.

Die Miss Sachsen setzte sich gegen 21 Kandidatinnen durch und darf sich nun neben dem begehrten Titel über einen Citroen C3 für ihr Amtsjahr, Sachpreise im Wert von 11.000 Euro sowie diverse PR-Termine im In- und Ausland freuen. 

Eine sehr gute Figur im südbadischen Rust bei Freiburg machte jedoch auch die amtierende Miss Photogenic Nadine Dippel. Die 23-Jährige aus Lohfelden schaffte es nicht ganz aufs Siegertreppchen. Dennoch war die BWL-Studentin mit dem Verlauf des Glamour-Events keineswegs unzufrieden. „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Insgesamt war das einfach eine tolle Erfahrung. Klar ist man ein bisschen enttäuscht. Aber ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass ich so weit komme. Für mich war es absoluter Bonus hier zu sein und bedeutet mir sehr viel. Letztlich sind wir ja alle Siegerinnen“, sagte die junge Frau aus dem Kreis Kassel. 

Zuvor hatte sie sich in Abendgarderobe, im Dirndl, in Bademode und bei der Interview-Runde dem Publikum und der Jury präsentiert. Unter anderem CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, Schönheits-Chirurg Professor Werner Mang, Musiker und Extremsportler Joey Kelly und Ex-Fußball-Manager Reiner Calmund nahmen die jungen Damen auf dem Laufsteg genauer unter die Lupe.

Zehn Tage Beauty Camp

In einem „Beauty Camp“ auf Fuerteventura wurden die 22 jungen Frauen zehn Tage lang auf den Wettbewerb, der bereits seit 1927 veranstaltet wird und aktuell seinen 90. Geburtstag feiert, intensiv vorbereitet. Laufen, Posen, Knigge-Kurs, Make-Up standen auf dem Programm, außerdem Pressetraining oder Choreographie. Angeleitet wurden die Landessiegerinnen von Trainerin Ines Klemmer von der Miss Germany Corporation. „Das war eine prima Vorbereitung, ich habe zweifellos sehr viel gelernt“, betonte die 1,75 Meter große Blondine mit den blauen Augen, die in ihrer Freizeit gerne Handball spielt und generell Fitnesssport betreibt wie sie bei der Interview-Runde auf der Showbühne verriet. Ihr Motto lautet: „Lebe jeden Augenblick, lache jeden Tag und liebe unendlich.“

Dem viel zitierten Zickenkrieg hinter den Kulissen eines Schönheitswettbewerbs erteilte die amtierende Miss Photogenic aus Hessen eine deutliche Absage. „Wir haben uns eigentlich alle sehr gut verstanden. Klar, wir haben natürlich unterschiedliche Charaktere. Aber insgesamt hat das echt gut harmoniert“, meinte die charmante und bildhübsche junge Frau.

Im Vorfeld der Wahl hatten sich rund 5.200 Schönheiten im Alter von 16 bis 29 Jahren in 150 Vorentscheiden bei den Landeswahlen Hoffnung auf die Krone gemacht. Während sich ihre Mitstreiterinnen über ihr jeweiliges Bundesland qualifizierten, gewann die Hessin einen gesonderten Wettbewerb, die Wahl zur Miss Photogenic – also zum fotogensten Gesicht. Nachdem der erste Stress nach dem Grande Finale Samstagnacht abgefallen war, war erst einmal Party angesagt. (bf)

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