Riesensaal für die Musiker

Musikschule in Lohfelden baut an

+
Noch ist es eine Baustelle: Das an die Musikschule angrenzende Haus wurde abgerissen, damit auf dem Platz ein neues Gebäude gebaut werden kann. 

Lohfelden. Davon hat die Musikschule Söhre-Kaufunger Wald schon lange geträumt: Jetzt soll sie endlich einen großen Saal bekommen. 

Den Schulleiter der Musikschule Söhre-Kaufunger Wald findet man aktuell in Bauarbeiter-Montur vor dem Haus in Vollmarshausen vor. Reinhard Schneider (60), der seit 28 Jahren die Musikschule leitet, räumt alte Balken, Steine und Bauschutt weg und wird dabei von seinem Sohn Christian (23), aktuell als Hausmeister bei der Schule angestellt, unterstützt.

Nachdem der Verein der Musikschule Haus und Grundstück an der Brunnenstraße Anfang des Jahres gekauft hatte, wurde das marode Gebäude abgerissen. Die Reste aber müssen noch beseitigt werden. Das Haus, offenbar aus dem 17. Jahrhundert, war marode und laut Bürgermeister Uwe Jäger (SPD) „nicht mehr zu retten“. Jetzt soll an der gleichen Stelle ein neues Haus gebaut werden – mit einem großen Musiksaal, von der die Musikschule seit Langem träumt, wie der Schulleiter berichtet.

Nur marode Bauteile kommen weg: Musikschulleiter Reinhard Schneider will gut erhaltene Balken für die Dekoration des neuen Gebäudes aufarbeiten.

475 000 Euro soll der gesamte Anbau kosten. 69 000 Euro davon will man aus dem LEADER-Programm bekommen. Damit das möglich ist, muss sich auch die Gemeinde Lohfelden an den Kosten für das Projekt beteiligen. So haben die Gemeindevertreter am Donnerstagabend zugestimmt, dass die Gemeinde 70 000 Euro dazugibt. Der Zuschuss gliedert sich auf in 20 000 Euro für die Instandsetzung der 20 Jahre alten Heizungsanlage und 50 000 Euro für eine Behindertentoilette. Denn mit dem Wegfall des Behinderten-WCs in der Vollmarshäuser Bücherei durch deren Umbau zur Kita, brauche es eine neue, die öffentlich zugänglich ist, so Jäger – auch im Hinblick auf das Dorfjubiläum 2018. Den Rest des Neubaus will die Schule über private Investoren und einen Kredit finanzieren.

Bis zur nächsten Sitzung des Regionalforums Casseler Bergland am Dienstag, 16. Mai, bei der es um die Verteilung der LEADER-Mittel gehen soll, muss nun ein Planungsentwurf erstellt werden. Die Musikschule hat hierfür den Kaufunger Architekten Joachim Döring beauftragt. Geplant ist, den barrierefreien Neubau flacher als das Hinterhaus zu bauen, mit einem Spitzdach, so die Vorgabe des Denkmalschutzes. Die Häuser sollen miteinander verbunden werden. Die Fläche wolle man voll ausnutzen, sagt Schneider.

Und wenn es keine Förderung aus dem LEADER-Topf gibt? „Die finden das Projekt toll und sind uns wohlgesonnen“, meint Reinhard Schneider zuversichtlich. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.