Pächter stellt Betrieb um

Nach Tankstellenüberfall in Lohfelden: Nachtschalter öffnet früher

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Lohfelden. Am späten Mittwochabend wurde eine Tankstelle an der Straße Am Fieseler Werk in Lohfelden überfallen. Zwei Männer hatten einen Verkäufer mit einer Waffe bedroht. Die Täter flohen mit Geld und Zigaretten vom Tatort. Bislang fehlt von den beiden Tätern jede Spur.

Die zwei Männer, beide auf Anfang 20 geschätzt, drangen mit Kapuzenpullis und schwarzen Schals vermummt, gegen 22.30 Uhr in den Verkaufsraum der Tankstelle ein. Zu diesem Zeitpunkt war ein 25-jähriger Mitarbeiter der Tankstelle vor Ort. Wie Polizeisprecher Matthias Mänz mitteilte, zog einer der beiden Männer eine Pistole und forderte den 25-Jährigen auf, die Kasse hinter dem Verkaufstresen zu öffnen. Anschließend habe der bewaffnete Täter Bargeld aus der Kasse entnommen. Das Geld sowie fünf Zigarettenschachteln aus dem Regal steckte er in eine mitgebrachte, weiße Plastiktüte. Mit ihrer Beute flohen die Männer in Richtung Marie-Curie-Straße. Der Kassierer der Tankstelle alarmierte die Polizei, die sofort eine Fahndung einleitete. 

Für den Pächter Ibrahim Karaca war es der erste Überfall auf die Tankstelle, seitdem er sie gepachtet hat. Das ist nun zwei Jahre her. Der 25-jährige Mitarbeiter ist ein Verwandter von ihm. Der sei nun erst einmal krankgeschrieben, teilt Karaca per Telefon mit. Sein Mitarbeiter habe richtig gehandelt, sagt der Baunataler, der selbst erst 26 Jahre alt ist und vorher eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann an Tankstellen gemacht hat. „Überfälle hat man immer im Kopf“, sagt Karaca. Seine fünf Mitarbeiter seien mit den Sicherheitshinweisen vertraut – „es bringt nichts, bei einem Überfall den Helden spielen zu wollen“, so Karaca. 

Video wird ausgewertet 

Um den Anreiz für Überfälle einzudämmen, achte er insbesondere darauf, dass sich so wenig Geld wie möglich in der Kasse befindet. Dass der Tankstellenbereich mit Kameras ausgestattet ist, sei obligatorisch. Laut Polizeisprecher Matthias Mänz wird die Videoaufzeichnung aktuell ausgewertet. Eine Konsequenz aus dem Überfall am Mittwoch wird für Karaca sein, ab sofort früher auf den Nachtschalter-Betrieb umzustellen.

Die Täter:

Bei den Tätern handelt es sich laut Polizei um zwei Männer. 

Der eine Mann war etwa 1,85 Meter groß und hatte eine kräftige, sportliche Figur. Er war etwa 20 bis 25 Jahre alt und trug eine dunkle Kapuzenjacke mit hellem Schriftzug auf dem Rücken sowie helle Sportschuhe. Er war maskiert mit einem dunklen Schal und soll Deutsch ohne erkennbaren Akzent gesprochen haben. 

Der zweite Täter wird ebenfalls auf 20 bis 25 Jahre geschätzt und soll 1,70 bis 1,75 Meter groß sein. Er hatte eine normale Figur, war komplett schwarz bekleidet, unter anderem mit einem Kapuzenpulli und einem ins Gesicht gezogenen Schal. Er soll einen dunklen Teint gehabt haben und dunkle Augen. Er sprach Deutsch ohne erkennbaren Akzent und trug eine schwarze Pistole und eine weiße Plastiktüte bei sich. 

Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter 0561 / 9100 entgegen. 

Der Ort des Überfalls:

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