Eisdiele „La dolce vita“ an der Hauptstraße

Lohfeldener Eisdielen-Inhaber sucht seit zwei Jahren einen Nachfolger

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Gemütliche Eisdiele: Seit 2007 betreibt Mario Zenobi das Ladenlokal an der Hauptstraße in Lohfelden.

Lohfelden. Der Lohfeldener Eisdielen-Inhaber Mario Zenobi geht im Sommer in Rente. Er sucht einen Nachfolger, der seine Eisdiele „La dolce vita“ an der Hauptstraße weiterführt.

Raffaelo- und Toffifee-Becher, Amarena-Eis, mehrere Variationen Spaghetti-Eis und die üblichen Sorten wie Erdbeer, Vanille und Schokolade verkauft Mario Zenobi in seiner Eisdiele „La dolce vita“ in Lohfelden. Seit 1990 ist der gebürtige Italiener mit seinem Café in der Söhregemeinde ansässig. Zuerst an der Langen Straße, seit dem Jahr 2007 an der Hauptstraße. Im Sommer will Mario Schluss machen. Sein Pachtvertrag für das Gebäude läuft Ende August aus.

Verlängern möchte der 67-Jährige nicht. „Jetzt sollen die jungen Leute mal rankommen“, sagt Zenobi, der sich so langsam zur Ruhe setzen will. Über Ebay-Kleinanzeigen und Immowelt sucht er nun nach einem Nachfolger. Ein Makler ist zu teuer, deshalb hat der Italiener das Internet gewählt. Bereits seit zwei Jahren ist er auf der Suche – bisher ohne Erfolg.

Viele Nachfragen

Es hätten zwar schon viele nachgefragt und ihr Interesse bekundet, allerdings sei bis jetzt noch kein Vertrag zustande gekommen, sagt er. Die Preisvorstellungen zwischen ihm und den potenziellen Käufern gingen oft zu weit auseinander. „Der Preis für das Inventar ist zwar Verhandlungssache, aber ich möchte nicht übers Ohr gehauen werden“, sagt Zenobi und betont, dass er einige Geräte, wie den Kaffeevollautomaten oder die Spülmaschine erst in den vergangenen zwei Jahren angeschafft hätte. „Es ist alles aus Edelstahl, und die Geräte sind alle auf dem neuesten Stand“, sagt der Inhaber.

Stammgäste: Paula (8, von links), Tamarah und Claudia Herold kommen gerne zu Mario Zenobi in die Eisdiele. Sie mögen besonders das Spagetti-Eis.

Größere Reparaturen hätte der neue Eigentümer erstmal nicht zu erwarten. Das Eis macht Mario Zenobi selbst in seinem kleinen Eislabor, das mit zu dem Laden gehört. Im Winter hat der Italiener 16 Sorten, im Sommer, wenn die Eisdiele stets gut besucht ist, bis zu 22 Sorten im Angebot. „Vanille geht am besten“, verrät er. Und das Spaghetti-Eis sei auch sehr beliebt bei den Kunden.

So wie bei Claudia und Tamarah Herold, die von Anfang an Stammgäste in der kleinen Eisdiele waren. „Wir wohnen um die Ecke und holen uns oft mal ein Spaghetti-Eis“, sagt Claudia Herold. Es sei schade, dass Mario aufhören wolle, sagen die beiden Frauen. Er sei immer so freundlich und stets gut gelaunt.

Um die Tradition zu wahren, hätte Mario Zenobi am liebsten einen Italiener als Nachfolger für den 106 Quadratmeter großen Laden, der rund 1000 Euro Warmmiete im Monat kostet. Das sei allerdings keine Voraussetzung. Genauso wenig muss der Nachfolger aus der Branche kommen. „Wer keine Ahnung hat, dem bringe ich das Eismachen bei“, sagt der sympathische 67-Jährige. Er gehe zwar in Rente, zur Ruhe setzen wolle er sich allerdings nicht ganz.

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