Neubau bringt Motivationsschub

Neue Feuerwehrzentrale in Lohfelden steht seit einem Jahr

Die Einsatzzentrale: Von hier aus erfolgt die Kommunikation mit den Einsatz- und Unfallorten. Auf dem Bild sind zu sehen (von hinten nach vorn) Gemeindebrandinspektor Michael Kahl, Jugendfeuerwehrwart Boris Fiegand und Vizebürgermeister Klaus Steffek.

Lohfelden. Vor einem Jahr wurde das neue Feuerwehrhaus an der Crumbacher Straße in Lohfelden eröffnet, die Bilanz der Brandschützer über ihr neues Domizil fällt ausnahmslos positiv aus.

„Wir haben in diesem Jahr schon vier neue Einsatzkräfte hinzugewonnen“, sagte Gemeindebrandinspektor Michael Kahl, der von einem „echten Motivationsschub“ für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr spricht, den der Neubau ausgelöst habe.

Und weiter: Das neue Feuerwehrhaus in Crumbach und die Zusammenlegung von drei Wehren zu einer einzigen mit nur noch einem Standort biete einsatzstrategische Vorteile. Die neue Zentrale sei für die Einsatzkräfte aus allen drei Ortsteilen gut erreichbar, „außerdem sparen wir Zeit, weil wir im Ernstfall jetzt nur noch bergab fahren“, sagte Kahl der HNA. Der Gemeindebrandinspektor stellte auch die verbesserten Übungsmöglichkeiten für die Wehr heraus, etwa durch den 15 Meter hohen Übungsturm, die größeren Übungsflächen und die 40 Kubikmeter fassende Löschwasser-Zisterne.

5 Millionen Euro

Auch der Funktisch in der Einsatzzentrale habe sich bewährt, so der oberste Feuerwehrmann in Lohfelden; von hier aus könne man problemlos mit den Einsatz- oder Unfallorten kommunizieren.

Vizebürgermeister Klaus Steffek (SPD), der auch an der Spitze der Brandschutzkommission der Gemeinde steht, blickte zurück: Der Neubau des Feuerwehrhauses gehe auf den Bedarfsentwicklungsplan von 2006 zurück. Die Planung und der Bau des rund 5 Millionen Euro teuren Gebäudes seien mit dem von der Wehr geäußerten Wunsch auf Zusammenlegung einhergegangen, sagte Steffek. Die Gemeinde Lohfelden hat die nicht mehr benötigten Gerätehäuser in Crumbach und Vollmarshausen zwischenzeitlich an Privatunternehmen verkauft. „Auch das Feuerwehrhaus am Freibad in Ochshausen soll jetzt veräußert werden“, sagte der stellvertretende Bürgermeister; man führe zurzeit Gespräche mit Interessenten aus den Bereichen Personenbeförderung und Gesundheit. Eine Übertragung an die DLRG-Ortsgruppe komme voraussichtlich nicht in Betracht.

Das neue Feuerwehrhaus mit eigenen Räumen für den Nachwuchs, Netzwerken und PC-Technik habe auch die Arbeit der Jugendfeuerwehr beflügelt und Neueintritte ausgelöst. Jetzt seien alle Fahrzeuge vor Ort und Begegnungen mit Mitgliedern der Einsatzabteilung möglich, sagte Boris Fiegand. Der Leiter der Jugendfeuerwehr arbeitet an der Planung für einen sogenannten Berufsfeuerwehrtag, an dem alle Jugendlichen gemeinsam mit aktiven Einsatzkräften 24 Stunden lang in der Feuerwehr-Zentrale Dienst versehen und alle praktischen Abläufe kennenlernen sollen.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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