Gemeinde investiert 500.000 Euro

Neues Dach für die Lohfeldener Kulturhalle

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Ist derzeit eine Baustelle: Die Kulturhalle in Lohfelden wird für eine halbe Million Euro saniert. Unter anderem werden Dach, Fenster und Türen erneuert. Das Gebäude am Friedrich-Ebert-Ring wurde schätzungsweise Anfang der 50er-Jahre gebaut. Es war bereits damals eine Jugend- und Veranstaltungshalle.

Lohfelden. Die Gemeinde Lohfelden investiert eine halbe Million Euro in die Sanierung der Kulturhalle. Bis Ende August sollen die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein.

Ein schadstofffreies Dach, ein barrierefreies WC nach aktuellsten Standards, neue Fenster und Türen: Die Lohfeldener Kulturhalle wird seit Mitte Mai saniert. Insgesamt 500.000 Euro werden von der Gemeinde in das 440 Quadratmeter große Gebäude investiert. Vom Land Hessen kommen für die energetische Sanierung zusätzlich 41.000 Euro dazu. Voraussichtlich bis Ende August sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

„Die Sanierung der Kulturhalle ist schon seit mindestens zehn Jahren im Gespräch. Doch immer wieder rückten andere Objekte in den Vordergrund, die dann doch dringender waren“, erklärt Jutta Kothe vom Lohfeldener Bauamt. Zwischenzeitlich wurde der Parkettfußboden abgeschliffen, zuletzt wurden vor etwa zehn Jahren Renovierungsarbeiten vorgenommen.

Dachsanierung am teuersten

Teuerster Posten bei den aktuellen Bauarbeiten: Die Dachsanierung durch eine Fachfirma kostet knapp 90.000 Euro brutto, an zweiter Stelle folgt der Trockenbau inklusive Schadstoffentsorgung und -sanierung mit etwa 60.000 Euro.

Die Beleuchtung wird komplett auf LED-Sparleuchten umgestellt (25.000 Euro), zudem werden Außen-Jalousien als Schutz vor der Sonne angebracht.

Von den Sanierungsarbeiten betroffen ist nur der gemeindeeigene Teil der Kulturhalle. Die ehemalige Gaststätte und das Hotel sind vor knapp zwei Jahren an den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) verkauft worden. Dort befinden sich inzwischen die Tagespflege und das Mehrgenerationenhaus.

Unter der Woche ist die Kulturhalle nachmittags und abends ziemlich ausgebucht: Das Gebäude ist Treffpunkt für Mitglieder von Awo und VdK, das Orchester probt dort für seine Auftritte, Karnevalisten studieren ihre neue Choreografien ein, auch seniorengerechte Gymnastik wird in der Halle am Friedrich-Ebert-Ring angeboten.

Während der mehrwöchigen Umbauphase müssen Verbände und Vereine auf Ersatzquartiere ausweichen. „Die Gemeinde hat versucht, für alle eine Alternative zu finden“, sagt Bürgermeister Uwe Jäger (SPD). Das habe im Großen und Ganzen gut geklappt – auch dank der Hilfe der evangelischen Kirche, des ASB und der Freiwilligen Feuerwehr. 

Hintergrund: 16,6 Millionen Euro für energetische Sanierungen in Hessen 

Mit 41.000 Euro unterstützt das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung die Gemeinde Lohfelden bei der energetischen Modernisierung ihrer Kulturhalle. „Energieeffizienz ist einer der Schlüssel zum Erfolg der Energiewende. Wir freuen uns, dass die Städte, Gemeinden und Landkreise dabei eine Vorbildfunktion übernehmen“, erklärt Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir. Durch Modernisierungsmaßnahmen an der Lohfeldener Kulturhalle werde der Energiebedarf um ein Viertel gesenkt – das entspricht in etwa 4600 Litern Heizöl und acht Tonnen CO2 jährlich. 

Bei der energetischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden unterstützt das Land Hessen die Kommunen und Kreise auch im kommenden Jahr: „16,6 Millionen Euro stehen 2018 zur Verfügung, um Schulen, Kindergärten, Bürgerhäuser, Jugendzentren, Sportstätten und andere kommunale Gebäude der sozialen Infrastruktur so modernisieren zu lassen, dass sie deutlich weniger Energie verbrauchen“, heißt es von Al-Wazir in einer Pressemitteilung des Ministeriums. 

Die Gemeinde Lohfelden gehört seit 2010 zum Landesprogramm „Charta der 100 Kommunen für den Klimaschutz“.

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