2:2 gegen Flieden – Lohfeldens Innenverteidiger per Kopf zweimal zur Stelle

FSC Lohfelden: Ein Punkt dank Petrukhin

Überflieger: Lohfeldens Serdar Bayrak (oben) und Fliedens Torwart Jonas Ritzel. Foto: Schachtschneider

Lohfelden. Ein Held, zwei Standards, und viele Unzulänglichkeiten: Dank Vyacheslav Petrukhin, der bei Freistößen von Demetrio D’Agostino zweimal per Kopf zur Stelle war, holte der enttäuschende Fußball-Hessenligist FSC Lohfelden beim 2:2 (0:0)-Unentschieden im Heimspiel gegen Buchonia Flieden immerhin einen Punkt.

Es ging beim FSC wohl tatsächlich nur über Standards. Alle anderen Wege zum Tor verbaute er sich selbst. „Es hat mich maßlos geärgert, dass die Mannschaft den finalen Pass so schlecht gespielt hat“, klagte Trainer Otmar Velte. Kam doch einmal ein Lohfeldener nach einer der wenigen Kombinationen zum Abschluss, fehlte die Konzentration. So wie bei Jaroslaw Matys, der beim Stand von 1:0 nach Querpass von Serdar Bayrak den Sack hätte zumachen müssen (52.).

Vyacheslav Petrukhin, Archivfoto: Malmus/nh

Nach einer ersten Halbzeit, die Petrukhin als „katastrophal“ bezeichnete und in der dem FSC jegliche Inspiration fehlte, hatte der Innenverteidiger die Platzherren nach einem Foul an Roy Keßebohm in Führung gebracht (50.). Danach zeigten sie Ansätze von gutem Spiel, verfielen aber bald wieder in den früheren Leerlauf.

Wie aus dem Nichts heraus fiel der Ausgleich. Abwehrspieler Mentor Latifi holte ohne Not den Fliedener Julian Ankert von den Beinen, und Andre Leibold verwandelte den Foulelfmeter (73.). Ebenso überflüssig auch das 1:2, als Ankert gegen die unaufmerksame FSC-Deckung eine Flanke einnickte (75.).

Trotz kurzer Schockstarre wehrte sich der FSC gegen die drohende Niederlage. „Ich habe einfach alles reingeworfen. Ob es ein Foul war, weiß ich nicht“, kommentierte Petrukhin sein gewonnenes Kopfballduell gegen Dennis Fischer vor dem Ausgleich (86.). Ob der Einsatz unkorrekt war, war Fliedens neuem Trainer Meik Voll egal. „Vielmehr hat es mich geärgert, dass unser Schmächtigster gegen den Kräftigsten des FSC ran musste.“ Diesmal hatte ein Foul am eingewechselten Daniel Beyer zum Freistoß geführt.

Freuen konnte sich keines der Teams über den Punkt, einen Sieger hatte die Partie nicht verdient. „Ich habe gedacht, wir wären nach dreieinhalbstündiger Fahrt aus dem Bus gestiegen, so wenig Druck hatten wir in der Vorwärtsbewegung“, sagte Velte mit Blick auf die wegen eines Staus verspätet eingetroffenen Gäste und bemerkte abschließend: „Wir haben heute Murks gespielt.“

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