Qualmende Reifen, fliegende Autos und reißendes Blech

Stunt-Show auf Lohfeldener Rüssel: Rasante Fahrt auf zwei Rädern

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Auto in Schräglage: Während der Fahrt auf zwei Reifen, müssen sich die Stuntleute gut festhalten und aufpassen, dass sie das Gleichgewicht nicht verlieren. Während das Publikum im Hintergrund jubelt, gibt es vom Team „Daumen hoch“.

Lohfelden. Fliegende Motorräder, qualmende Autoreifen und ein Kamikaze-Sturzflug aus schwindelerregender Höhe - am Wochenende gab es auf dem Parkplatz am Autohof Lohfeldener Rüssel Nervenkitzel wie in einem amerikanischen Actionfilm.

Die Geschwister Korthoff präsentierten Samstag- und Sonntagnachmittag je eine zweistündige Stunt-Show. „Dynamit auf Rädern“ bietet Aktionen wie man sie sonst nur vom Fernsehen kennt - kein Wunder, die Mannschaft doubelte bereits in mehreren Action-Streifen.

Laut dröhnen die Bässe der Musik aus den Boxen. Die fünf grünen Autos - manche mit der Aufschrift „Hot Wheels“ stehen bereit. Ein beißender Geruch von Benzin liegt in der Luft, wenn die Motoren aufheulen und die Show beginnt. Die quietschenden Reifen erzeugen so viel Qualm, dass man eine kurze Zeit nur erahnen kann, was sich im Nebel abspielt. Plötzlich taucht eine Frau auf - kein Problem für die Fahrer. Gekonnt weichen sie aus. Heidi Möller, die mit ihrem Mann Uwe den Autohaus in Lohfelden betreibt, sah der Show mit gemischten Gefühlen entgegen. „Man hat schon ein komisches Gefühl, wenn man am Rand steht und zuschaut“, sagte sie.

Bedenken musste keiner haben, denn die Fahrer sind wahre Meister auf ihrem Gebiet. So zeigten sie Motorradsprünge über meterhohe Rampen, mehrfache Überschläge mit dem Auto und wie man „ganz leicht“ auf zwei Reifen - in Schräglage - fährt. Dabei holten sie sich sogar weibliche Beifahrer aus dem Publikum.

Linus und Jamo (beide 9, Söhrewald) fanden die rasanten Fahrten „total cool“. Linus’ Papa Dirk Heinemann (47), der schon öfter solche Stunt-Shows gesehen hat, hat die beiden Jungs mit den Eintrittskarten überrascht.

Auf die Feuer-Stunts hat das Team während der Show extra verzichtet. „Wir sind zu nah an der Tankstelle“, erklärt Sabrina, die einzige Frau im Team. Trotzdem ist die Freiwillige Feuerwehr Lohfelden mit drei Leuten vor Ort, um im Notfall helfen zu können. „Es kann bei einer solchen Show immer ein Auto in Brand geraten oder einen medizinischen Notfall geben“, führte Einsatzleiter Patrick Meyer aus.

Mit Geschwindigkeit und viel Schwung: Der Stuntman zeigte mit seinem Motorrad einen Flug über zehn geparkte Autos.

Evangeline (5), Jadon (6), Vincenzo (8) und Ricardo (14) waren sind die Jüngsten im Stunt-Team. Sie zeigten wie man mit Quads in Schräglage fährt. „Ich war schon als Kind ein Fan von schnellen Autos“, sagte Besucherin Nicole Gotthardt aus Kassel. Mit zwei Söhnen biete sich der Besuch dieser ja Show an, erklärte sie. Die 30-Jährige war mit Ehemann Heiko (37) und den Kindern Noel (3) und Elias (7) zum Autohof gekommen. Besonders freute sie sich auf die tonnenschweren Monster-Trucks, die im zweiten Teil der Stunt-Show zum Einsatz kamen. „Für uns ist der Kamikaze-Sturzflug der Höhepunkt der Show“, sagte Stunt-Frau Sabrina. Dabei stürzt ein Wagen mit rasanter Geschwindigkeit von einem Auto-Teleskop-Kran in die Tiefe.

Von Tina Hartung

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